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Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter.

Anton Hofreiter übt Kritik

Grüne: Bundeswehr hat ein Managementproblem

Berlin - Anton Hofreiter (Grüne) vertritt die These, dass die Bundeswehr kein Geld-, sondern ein Managementproblem hat. Er findet, dass "unverantwortlich" mit Steuergeldern umgegangen werde.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat einen differenzierten Umgang mit den Gründen für die Finanzprobleme bei der Bundeswehr angemahnt. Nötig sei nicht mehr Geld für die Truppe, sondern eine gründliche Aufgabenkritik, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Dienstag. Es herrsche kein Geldmangel, sondern Managementmangel. Die Forderungen nach mehr Finanzmitteln seien ein "unverantwortlicher Umgang mit dem Geld der Steuerzahler".

Der CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte unterstützte die Forderungen nach mehr Geld für die Bundeswehr hingegen. Die Anforderungen hätten angesichts globaler Krisen zugenommen. Er plädierte daher in der "NOZ" für ein "entschlossenes Handeln", um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr gewährleisten zu können.

SPD-Verteidigungsexperte: Bundeswehr soll Haushaltsmittel zurückbekommen

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sprach sich dafür aus, dass die Bundeswehr nicht ausgegebene und vom Finanzministerium daraufhin eingezogene Haushaltsmittel zurückbekommt. Nur so seien die "künftigen Herausforderungen zu bewältigen". Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen müsse Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) von der Notwendigkeit weiterer finanzieller Mittel überzeugen.

Das Bundeswehr-Planungsamt hatte zuvor deutlich mehr Geld für die Truppe gefordert. Allein für den Erhalt des gegenwärtigen Bundeswehrmaterials seien 200 Millionen Euro im Jahr zusätzlich nötig, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" am Montag aus dem "Planungsvorschlag 2016" des Amtes.

AFP

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