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Anton Hofreiter hält eine Obergrenze für Flüchtlinge für unrealistisch - und attackiert die CSU, die eben genau diese fordert.

Forderung nach Flüchtlings-Obergrenzen

Hofreiter attackiert CSU: "Boshafte Form von Naivität"

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München - Der Grüne Anton Hofreiter hat die CSU scharf attackiert: Eine Obergrenze für den Flüchtlingszuzug einzufordern sei völlig sinnlos - und zeuge von einer boshaften Form der Naivität.

Der Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat in einem Interview mit der

"Welt"

die Forderung der CSU scharf kritisiert, Obergrenzen für den Zuzug von Flüchtlingen einzuführen. Dahinter stecke "eine boshafte Form der Naivität", so Hofreiter. Was er damit genau meint, macht er mit den folgenden Ausführungen deutlich.

Die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer erwecke mit ihrer Forderung den falschen Eindruck, dass mit einer derartigen Regelung weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen würden. Hofreiter hält dies für Unsinn. Denn: "Wo sollen die Menschen denn hin an den Grenzen? Werden sie nach Syrien zurückgeschickt? Oder niedergeknüppelt wie in Ungarn?", so wird er im "Welt"-Interview zitiert. Deshalb sei auch Angela Merkel dagegen, die wissen würde, dass es sich um ein unrealistisches Vorhaben handelt. Hofreiter befürwortet auch den Vorschlag der Kanzlerin, Flüchtlinge zukünftig in Kontingenten sicher aus Syrien über das Mittelmeer nach Europa zu bringen und dort zu verteilen.

Die CSU hingegen würde mit der Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge nur eines erreichen: Die Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft kaputtreden.

Lesen Sie auch: Münchens OB über Flüchtlinge: Das Boot ist nicht voll

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