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Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD, r) bei seiner Ankunft in Paris am Flughafen Le Bourget.

Antrittsbesuch in Paris

Seit einem Tag Außenminister: Gabriel schon in Frankreich

Paris - Sigmar Gabriel (SPD) legt los: Der neue Bundesaußenminister ist keine 24 Stunden nach seiner Ernennung zu seinem ersten Antrittsbesuch in Paris eingetroffen.

Dort will er mit seinem Kollegen Jean-Marc Ayrault über die Zukunft der Europäischen Union und andere internationale Themen sprechen. Vizekanzler Gabriel war am Freitag vom Wirtschaftsministerium ins Auswärtige Amt gewechselt - als Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier, der Bundespräsident werden will. In seiner Antrittsrede hatte der neue Außenminister die Europapolitik zu einem Schwerpunkt seiner Amtszeit erklärt.

Steinmeier war erst am Donnerstag zu einem Abschiedsbesuch bei Ayrault in Paris. Am Freitag hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Berlin getroffen.

Europa als Zivilisationsprojekt

In seinem neuen Amt will sich Gabriel für die europäische Idee und respektvolle Beziehungen zu den USA stark machen. „Das europäische Einigungswerk steht auf dem Spiel“, sagte Gabriel am Freitag bei seiner Antrittsrede vor Hunderten Diplomaten im Auswärtigen Amt. Wahlkampf wolle er nicht machen. Gabriel sagte, Europa bleibe das größte Zivilisationsprojekt des 20. Jahrhunderts. In keiner Region der Welt könne man freier, demokratischer und sicherer leben. „Wir werden um dieses Europa kämpfen“, sagte er.

„Unsere Hand sollte ausgestreckt bleiben“

Gabriel warb zugleich für eine respektvolle Zusammenarbeit mit den USA - auch unter dem neuen Präsidenten Donald Trump. „Was immer in den USA für Töne zu uns herüberschallen, für uns muss es eine Orientierung bleiben“, sagte Gabriel. „Unsere Hand sollte ausgestreckt bleiben.“ Deshalb wolle er auch bald seinen künftigen Amtskollegen Rex Tillerson sprechen. Der bisherige Öl-Manager soll Außenminister von Trump werden.

dpa

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