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Auf einer Pressekonferenz der Bundesregierung hatte der katalanische Separatistenführer, Carles Puigdemont, angekündigt in sein Exil nach Belgien zurück zukehren.

Pressekonferenz in Brüssel

Anwalt: Puigdemont hat Deutschland verlassen

Das juristische Ringen um seine Auslieferung nach Spanien hatte den Separatistenführer monatelang in Deutschland festgehalten. Nun will er von Belgien aus weiter für die Unabhängigkeit kämpfen.

Hamburg - Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont hat Deutschland verlassen. Er sei am Samstagmorgen abgereist und inzwischen in Brüssel angekommen, teilte sein Medienanwalt Till Dunckel in Hamburg mit.

Für diesen Samstagvormittag plant Puigdemont bereits eine Pressekonferenz in Brüssel. Der 55-Jährige war im Herbst 2017 nach dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien als Präsident der Autonomen Region abgesetzt worden. Er floh vor der spanischen Justiz nach Brüssel, auf der Rückreise von einem Auftritt in Skandinavien wurde er am 25. März in Schleswig-Holstein festgenommen. Grundlage war ein von Spanien erwirkter europäischer Haftbefehl. Puigdemont kam damals kurzzeitig in ein Gefängnis in Neumünster, wurde aber später unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

"Dort ist der Sitz unserer ganzen Aktivitäten"

Bereits vor wenigen Tagen hatte Puigdemont angekündigt, nach dem Ende seines Auslieferungsverfahrens Deutschland am Samstag zu verlassen und in sein Exil nach Belgien zurückzukehren. "Dort ist der Sitz unserer ganzen Aktivitäten, dort werden wir anfangen müssen, für unsere Republik zu arbeiten", sagte er auf einer Pressekonferenz in Berlin. Schleswig-Holsteins Oberlandesgericht hatte den bereits außer Vollzug gesetzten Auslieferungshaftbefehl gegen Puigdemont in der vergangenen Woche aufgehoben.

dpa

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