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Nach Heli-Flug wird es für Lambrecht immer enger: Anwalt zeigt Verteidigungsministerin offenbar an

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Von: Momir Takac

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Christine Lambrecht
Christine Lambrecht (SPD), Bundesverteidigungsministerin. © Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Bundesverteidigungsministerin Lambrecht steht wegen eines umstrittenen Heli-Flugs mit ihrem Sohn in der Kritik. Jetzt ist die SPD-Politikerin wohl angezeigt worden.

Berlin - Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht steht wegen eines Hubschrauberflugs mit ihrem Sohn in der Kritik. Im Zusammenhang mit der Angelegenheit ist die SPD-Politikerin nun offenbar von einem Rechtsanwalt angezeigt worden.

Der Düsseldorfer Jurist begründe seine Anzeige mit einem Anfangsverdacht auf Verletzung des Dienstgeheimnisses und Verletzung anderer Dienstpflichten, berichtete das Portal The Pioneer am Sonntag (15. Mai) unter Berufung auf den Anwalt.

Lambrecht angezeigt: Düsseldorfer Jurist begründe Anzeige mit Anfangsverdacht auf Verletzung des Dienstgeheimnisses

Er wirft Lambrecht demnach vor, im Zusammenhang mit ihrem strittigen Hubschrauberflug mit ihrem Sohn auf ihrem privaten Instagram-Konto von einem Besuch bei einer „hoch geheimen“ Einheit geschrieben zu haben.

Eine solche Bezeichnung der Einheit erfülle laut Anzeige des Anwalts bereits den Verdacht des Verrats von Dienstgeheimnissen, berichtete The Pioneer. Gleiches könne für die Veröffentlichung von Fotos gelten.

Umstrittener Heli-Flug: Mehrheit für Rücktritt von Lambrecht

Die Anzeige ist demnach an die Staatsanwaltschaft Berlin gegangen. Lambrecht steht in der Kritik, weil sie am Mittwoch vor Ostern in Begleitung ihres Sohnes in einem Regierungshubschrauber von Berlin zu einem Truppenbesuch nach Schleswig-Holstein gereist war.

Danach machte sie mit ihrem Sohn Urlaub auf Sylt. Laut dem Bundesministerium der Verteidigung ist eine solche Mitreise zulässig. Lambrecht hat demnach wie vorgeschrieben die Kosten übernommen. Dennoch sprach sich eine Mehrheit der Deutschen für einen Rücktritt Lambrechts aus. (mt/afp)

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