+
Eine Flüchtlingsunterkunft in einem Schmöllner Wohnblock. Ein 17-jähriger Flüchtling hat sich dort aus dem Fenster eines fünften Stocks gestürzt. Foto: Michael Reichel

Selbstmord eines Flüchtlings

Polizei sieht keine Anzeichen für Suizid-Aufrufe in Schmölln

Erfurt/Schmölln (dpa) - Drei Tage nach dem Suizid eines minderjährigen Flüchtlings im ostthüringischen Schmölln geht die Polizei nicht davon aus, dass ihn Anwohner zu der Tat ermunterten.

"Nach jetzigem Kenntnisstand ist das nicht der Fall", sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion und berief sich dabei auf Beamte, die an dem Einsatz beteiligt waren, und befragte Augenzeugen. "Diejenigen, die das am Anfang gesagt haben, konnten das in der Zeugenbefragung nicht mehr deutlich verifizieren."

Zuvor hatte bereits Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Berichte über angebliche Aufrufe zur Selbsttötung angezweifelt.

Der aus Somalia stammende Jugendliche war am Freitag aus dem fünften Stock eines Plattenbaus in Schmölln gesprungen und an den Verletzungen gestorben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Deutschland beharrt auf Flüchtlingsverteilung in Europa
Der bittere Streit über die Asylpolitik überschattet den EU-Gipfel in Brüssel. Aber die Gemeinschaft findet trotzdem einen Grund zum feiern.
Deutschland beharrt auf Flüchtlingsverteilung in Europa
USA werfen Iran Verletzung von UN-Resolutionen vor
Washington (dpa) - Die USA werfen dem Iran die Bewaffnung von militanten Gruppen mit Raketen und damit die massive Verletzung von UN-Resolutionen vor.
USA werfen Iran Verletzung von UN-Resolutionen vor
„Wenn es bei uns so scheiße ist, warum sind Sie hier?“ - Richter distanziert sich von rechter Szene
Richter Stephan Hantke war durch den Prozess gegen einen 29-jährigen Asylbewerber und dem Satz „Wenn es bei uns so scheiße ist, warum sind Sie hier?“ bekannt geworden. …
„Wenn es bei uns so scheiße ist, warum sind Sie hier?“ - Richter distanziert sich von rechter Szene
Ermittlungen gegen mutmaßliche IS-Mitglieder aus Amri-Umfeld
An Waffen und Sprengstoff ließ sich einer der jungen Männer in Syrien oder Irak nach Überzeugung der Berliner Staatsanwaltschaft ausbilden. Vier mutmaßliche Islamisten …
Ermittlungen gegen mutmaßliche IS-Mitglieder aus Amri-Umfeld

Kommentare