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Vertreter von Süd- und Nordkorea konnten in einer Marathonverhandlung eine militärische Eskalation des Konflikts verhindern. 

Am Boden und auf See

Anzeichen auf Deeskalation in Nordkorea

Seoul - Nach dramatischer Zuspitzung der Ereignisse sehen die USA und Südkorea Zeichen der Entspannung. Sowohl Nord- als auch Südkorea reduzieren ihre Kampfbereitschaft.  

Nach der Einigung zwischen Nord- und Südkorea auf eine Entspannung der jüngsten Krise sehen Südkorea und die USA Anzeichen für eine militärische Deeskalation im Norden. So sei etwa ein Großteil der am Wochenende stationierten nordkoreanischen U-Bootflotte "wieder aufgetaucht", teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit. Während der Norden seine Kampfbereitschaft reduziere, passe auch der Süden seine Verteidigungshaltung entsprechend an.

Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea hatte sich zuletzt dramatisch zugespitzt, nachdem bei der Explosion einer Landmine in der Grenzregion zwei Mitglieder einer südkoreanischen Patrouille schwer verletzt worden waren. Seoul machte Pjöngjang für den Vorfall verantwortlich und verlangte eine Entschuldigung. Nordkorea wiederum hatte dem Süden eine Frist gesetzt, um die Beschallung mit Propaganda einzustellen, die Seoul als Vergeltung nach mehr als zehnjähriger Pause wieder aufgenommen hatte. In Marathonverhandlungen wendeten beide Seiten schließlich eine militärische Konfrontation ab.

Auch das US-Verteidigungsministerium teilte mit, es sei eine Entspannung hinsichtlich der Alarmbereitschaft der nordkoreanischen Truppen zu beobachten. "Wir sehen einige Bemühungen zur Deeskalation, sowohl am Boden als auch auf See", sagte ein Pentagon-Sprecher. Dies bedeute nicht, dass der Normalzustand wieder erreicht sei, aber die Situation habe sich verbessert.

afp

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