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Die AOK Bayern erhebt ab dem nächsten Jahr einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent des Einkommens.

Weitere Kassen folgen

AOK Bayern kassiert Beitragssenkung

München - Die AOK Bayern erhebt ab dem nächsten Jahr einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent des Einkommens. Warum die 4,3 Millionen Versicherten trotzdem nicht mehr bezahlen müssen. 

Gleichzeitig sinkt nämlich der gesetzliche Krankenkassenbeitrag ab dem 1. Januar von 15,5 auf 14,6 Prozent. An der Summe ändert sich daher nichts.

Das Gesetz räumt den Kassen die Möglichkeit ein, einen prozentualen, also einkommensabhängigen Aufschlag von ihren Mitgliedern zu erheben, wenn sie anders ihre Kosten nicht decken können. Die AOK Bayern nutzt nun diese Möglichkeit und kassiert damit die beschlossene Beitragssenkung komplett.

Kunden der AOK Plus und der AOK Sachsen-Anhalt können sich dagegen über eine Senkung des Beitragssatzes auf 14,9 Prozent freuen. Viele anderen gesetzlichen Krankenkassen in Bayern geben ihren Zusatzbeitrag für das kommende Jahr erst in den nächsten Tagen und Wochen bekannt.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erwartet nicht, dass es Kassen geben wird, die auf Zusatzbeiträge gänzlich verzichten werden. Durch den ab 2015 geltenden niedrigeren allgemeinen Beitragssatz entstünden ansonsten Mindereinnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 11 Milliarden Euro – ohne dass die Ausgaben entsprechend gesenkt würden.

Versicherte, deren Krankenkasse erstmals einen Zusatzbeitrag erhebt oder diesen erhöht, erhalten ein Sonderkündigungsrecht. Allerdings ist das für die meisten Mitglieder unerheblich: Ein Großteil der Kunden ist oft länger als 18 Monate bei einer Kasse versichert, sie können jederzeit ihre Kasse wechseln.

Das Bundesversicherungsamt rät aber, keine übereilten Entscheidungen zu treffen und bei der Wahl der Krankenkasse nicht nur auf die Unterschiede beim Zusatzbeitrag zu achten. Beratung, Service, besondere Leistungen oder das Vorhandensein einer Geschäftsstelle vor Ort sollten bei einem möglichen Wechsel berücksichtigt werden. Für Panik zum Jahresende bestehe kein Anlass.  

seh

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