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Derzeit studieren in Deutschland rund 2,8 Millionen Menschen, so viele wie nie zuvor - Tendenz weiter steigend. Foto: Swen Pförtner/Archiv

Wissenschaftliche Studie

Gut die Hälfte der Studenten fühlt sich massiv unter Stress

Wie geht's den Studenten in Deutschland? Wie ist ihre finanzielle und soziale Lage, wie wohnen sie in meist teuren Hochschulstädten, wie steht es um Stress und Gesundheit? Akademiker in spe sind zunehmend auch für wissenschaftliche Studien interessant.

Berlin (dpa) - Studierende in Deutschland fühlen sich nach einer aktuellen Umfrage stärker gestresst als Beschäftigte im Job. Insgesamt leiden Studentinnen mehr unter der Belastung als ihre männlichen Kommilitonen, und an staatlichen Universitäten ist das Stressgefühl höher als an privaten Hochschulen.

Dies geht aus einer heute veröffentlichten repräsentativen Online-Befragung durch Wissenschaftler der Universitäten Potsdam und Hohenheim bei mehr als 18 000 Studenten im Auftrag des AOK-Bundesverbandes hervor.

Ein Grund für den hohen Belastungsgrad sei die "Bologna-Reform" von 1999 zur Schaffung eines einheitlichen Hochschulraumes, die auch erhöhten Prüfungsstress zur Folge habe. In der Befragung werde nun offenbar der gestiegene Druck an den Hochschulen sichtbar, hieß es.

Studienleiterin Uta Herbst von der Uni Potsdam: "Es ist vor allem der Stress, der durch Zeit- und Leistungsdruck sowie die Angst vor Überforderung entsteht, was Studierenden das Leben schwer macht. 53 Prozent geben ein hohes Stresslevel an." Eine vergleichbare Studie aus dem vorigen Jahr habe gezeigt, dass der Anteil der in der Arbeitswelt Beschäftigten mit hohem Stresslevel bei 50 Prozent liege.

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