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Flüchtlinge in Lampedusa: Jetzt ist auch Deutschland dazu aufgerufen, mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

Aufruf nach Lampedusa-Katastrophe

Deutschland soll mehr Flüchtlinge aufnehmen

Berlin - Nach der Flüchtlingstragödie vor Lampedusa hat der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), die Bundesregierung zur Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge aufgefordert.

Es sei eine Schande, dass die EU Italien mit dem Flüchtlingsstrom aus Afrika so lange allein gelassen habe, sagte Schulz der "Bild"-Zeitung (Montagausgabe). Die Flüchtlinge müssten in Zukunft gerechter auf die EU-Mitgliedstaaten verteilt werden. "Das heißt auch, dass Deutschland zusätzliche Menschen aufnehmen muss."

Auch der Vize-Fraktionschef der konservativen EVP im Europaparlament, Manfred Weber (CSU) verlangte mehr Einsatz Deutschlands: "Wenn der Bundespräsident zu Recht mehr europäische Solidarität einfordert, bedeutet das, dass Deutschland Flüchtlinge aufnehmen muss", sagte Weber der "Welt". Abstrakt an die europäische Verantwortung zu appellieren, reiche nicht aus. Notwendig sei ein konkreter deutscher Beitrag.

Beim Sinken eines Flüchtlingsschiffes vor Lampedusa waren am Donnerstagmorgen nach Schätzungen der italienischen Behörden Schätzungen zufolge mehr als 300 Menschen ertrunken. An Bord des gekenterten Schiffes sollen etwa 450 bis 500 afrikanische Flüchtlinge gewesen sein, die überwiegend aus Somalia und Eritrea stammten. Bislang wurden 194 Tote geborgen, 155 Menschen überlebten das Unglück.

AFP

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