+
Der Vorsitzende der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi.

"Notwendige Maßnahmen ergreifen"

Arabische Liga will gegen IS-Extremisten vorgehen

Kairo - Die Staaten der Arabischen Liga haben ein entschiedenes Vorgehen gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat angekündigt.

Die Außenminister der Mitgliedstaaten hätten sich darauf geeinigt, "notwendige Maßnahmen gegen terroristische Gruppen wie den IS zu ergreifen", sagte der Vorsitzende der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, nach einem Treffen der Außenminister am Sonntag in Kairo.

Al-Arabi hatte die arabischen Staaten zu Beginn des Treffens in der ägyptischen Hauptstadt zu einem politischen und militärischen Eingreifen gegen die Dschihadisten aufgerufen. In der Abschlusserklärung wurden die US-Luftangriffe gegen den IS im Nordirak nicht explizit unterstützt. Die Minister einigten sich laut al-Arabi auf "umfassende Maßnahmen gegen den Terrorismus: politische, sicherheitspolitische und ideologische".

Der IS kontrolliert inzwischen weite Gebiete des Nordirak sowie Regionen in Syrien. In den von ihnen beherrschten Gebieten agieren die islamistischen Kämpfer mit äußerster Brutalität. Die USA fliegen seit Anfang August Luftangriffe im Nordirak, am Sonntag wurden von der Luftwaffe erstmals Ziele an einer neuen Front im Westirak angegriffen.

Beim Nato-Gipfel im walisischen Newport war am Freitag eine Allianz gegen den IS ins Leben gerufen worden. Dieser gehören neben den USA Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Australien, Dänemark, Kanada und die Türkei an. Die Länder wollen gemeinsam gegen die IS-Dschihadisten vorgehen.

Zeitung: Einsatz gegen IS könnte bis zu drei Jahre dauern

Ein von Planern des US-Verteidigungsministeriums angedachter Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) könnte nach Angaben der Zeitung „New York Times“ bis zu drei Jahre in Anspruch nehmen. Das Blatt berichtete in der Nacht auf Montag unter Berufung auf Regierungsbeamte von einem Drei-Stufen-Plan. Die erste Phase habe mit Luftschlägen bereits begonnen. Danach sollen Anstrengungen intensiviert werden, das irakische Militär sowie kurdische Kämpfer zu beraten, auszubilden oder mit Waffen zu unterstützen. In der dritten Phase soll der IS den Angaben zufolge innerhalb Syriens zerstört werden.

Dies könnte nach Schätzungen von Planern des Pentagon bis zu 36 Monate dauern und erst nach dem Ende von Obamas Amtszeit beendet sein, berichtete das Blatt weiter. Der US-Präsident hat für Mittwoch eine Rede über den Kampf gegen die radikalen Islamisten angekündigt.

AFP/dpa

Das ist die Terrorgruppe ISIS

Terrorgruppe in Syrien: Das will der Islamische Staat

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Parteien fordern neue Terrorabwehr
Alle kritisieren Versäumnisse, keiner will so recht Schuld haben: Vier Wochen nach dem Berliner Terroranschlag steht das Versagen der Behörden im Mittelpunkt. Politiker …
Parteien fordern neue Terrorabwehr
Sorgenvoll sagt Obama Adieu
Ernst und nachdenklich gibt Obama seine letzte Pressekonferenz als US-Präsident. Sonst oft zu Scherzen aufgelegt, wirkt er fast melancholisch. Bei allem Bemühen um …
Sorgenvoll sagt Obama Adieu
Sorgenvoll gibt Obama letzte Pressekonferenz
Washington - Mit einer nachdrücklichen Unterstützung der zentralen Rolle von Medien für eine funktionierende Demokratie hat sich US-Präsident Barack Obama von den …
Sorgenvoll gibt Obama letzte Pressekonferenz
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an
Washington - Der Ton wird schärfer in Washington. Nachdem sich Donald Trump immer wieder gegen Journalisten auflehnt, kommt jetzt der Konter - direkt aus dem Weißen Haus.
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an

Kommentare