+
 Der frühere Palästinenserführer Jassir Arafat starb im Jahr 2004.

Französische Experten

Arafat wurde nicht vergiftet

Paris  -  Der frühere Palästinenserführer Jassir Arafat wurde nach Einschätzung französischer Experten nicht vergiftet. Die Fachleute gehen von einer natürlichen Todesursache aus.

Die von der französischen Justiz beauftragten Experten würden eine Vergiftung ausschließen, vielmehr weise vieles auf eine natürliche Todesursache hin, verlautete am Dienstag aus mit den Ermittlungen in Nanterre bei Paris vertrauten Kreisen. Arafat war im November 2004 in einem Militärkrankenhaus bei Paris im Alter von 75 Jahren gestorben, die Todesursache blieb unklar. Arafats Witwe Suha vermutet, dass Arafat mit Polonium vergiftet wurde, und erstattete 2012 in Frankreich Anzeige.

Zuvor hatten Schweizer Experten berichtet, sie hätten in Proben aus den persönlichen Sachen Arafats eine erhebliche Konzentration des radioaktiven und hochgiftigen Stoffs Polonium nachgewiesen. Polonium war 2006 verwendet worden, um den früheren russischen Spion Alexander Litwinenko in London zu ermorden. Im Zuge der Ermittlungen der französischen Justiz wurden im November 2012 die sterblichen Überreste Arafats in Ramallah exhumiert und untersucht.

Schweizer Experten erklärten dann vor rund einem Monat, in den sterblichen Überresten Arafats seien bis zu 20 Mal höhere Polonium-Werte gemessen worden als üblich. Es könne aber nicht zweifelsfrei gesagt werden, "dass das Polonium die Todesursache war".

AFP

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Es lebe die Freiheit!“ 75. Todestag der Geschwister Scholl 
Hans und Sophie Scholl wurden nach einer Flugblattaktion gegen das NS-Regimes am 18.02.1943 verhaftet und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Am 22.02.1943 wurden …
„Es lebe die Freiheit!“ 75. Todestag der Geschwister Scholl 
EuGH: Schwangere sind nicht vor Massenentlassungen sicher
Luxemburg (dpa) - Schwangere Frauen sind nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes nicht uneingeschränkt vor einer Kündigung sicher.
EuGH: Schwangere sind nicht vor Massenentlassungen sicher
Merkel will EU-Finanzen reformieren
Der EU-Gipfel in Brüssel befasst sich am Freitag auch mit der künftigen Finanzplanung. Die Kanzlerin sieht einen Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik - und fordert …
Merkel will EU-Finanzen reformieren
Merkel ermahnt EU-Länder: Wer keine Flüchtlinge aufnimmt, der...
Kanzlerin Merkel hat bei ihrer Regierungserklärung am Donnerstag ein gemeinsames Asylsystem in Europa gefordert. “Solidarität darf keine Einbahnstraße sein“, mahnt sie.
Merkel ermahnt EU-Länder: Wer keine Flüchtlinge aufnimmt, der...

Kommentare