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Auch die Bundeswehr muss die EU-Arbeitszeitrichtlinie umsetzen. Der Wehrbeauftragte, Hans-Peter Bartels, sieht Schwierigkeiten: "Es ist nicht mehr ohne Ende Zeit da." Foto: Fredrik von Erichsen/Symbol

Arbeitszeitrichtlinie: Wehrbeauftragter sieht Probleme

Berlin (dpa) - Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, sieht Probleme auf die Bundeswehr durch die Pflicht zur Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie zukommen.

Er rechne damit, dass es dabei zunächst mal "knirscht", sagte er dem Deutschlandfunk. Auf die Frage, ob die Bundeswehr darauf ausreichend vorbereitet sei, antwortete der SPD-Politiker: "Nicht wirklich. Also, das geht ja los von Arbeitszeiterfassungsgeräten bis hin zur der Organisation von Dienst- und Übungsplänen."

Auf die Bundeswehr komme ein "völliger Paradigmenwechsel, eine Veränderung, die auch Mentalitäten in der Truppe verändern müsste", zu. Der Umgang mit der Ressource Arbeitszeit werde "pfleglicher" werden müssen, sagte Bartels. "Also, es ist nicht mehr ohne Ende Zeit da. Es sind Menschen, die mit ihrer Zeit planen wollen und in Zukunft auch planen können sollen." In den einzelnen Teilstreitkräften werde heftig darüber diskutiert, wie das organisiert werden solle.

Die Arbeitszeitrichtlinie der Europäischen Union schreibt unter anderem eine Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf durchschnittlich 48 Stunden einschließlich Überstunden vor. Pro 24-Stunden-Zeitraum muss es eine Ruhezeit von mindestens elf zusammenhängenden Stunden geben.

Informationen zur EU-Arbeitszeitrichtlinie

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