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Holger Thuß greift den ARD-Journalisten Achim Pollmeier an.

Schockierende Bilder

TV-Magazin Monitor: ARD-Journalist vor laufender Kamera angegriffen

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Ein Journalist der ARD-Sendung Monitor ist vor laufender Kamera angegriffen worden. Das steckt hinter der Attacke.

München - Bei einer Konferenz des klimawandelskeptischen Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE) in München hat der Präsident des Vereins, Holger Thuß, einen TV-Journalisten angegriffen. 

Bei EIKE handelt es sich um einen als gemeinnützig eingetragenen Verein, der 2007 gegründet wurde. Die nach eigenen Angaben rund 50 Mitglieder bezweifeln, dass es den menschengemachten Klimawandel gibt. Sie wehren sich damit gegen den Konsens der Wissenschaft. Die Mitglieder bezeichnen sich selbst als „Klimarealisten“ oder „Klimaskeptiker“, nach eigenen Angaben sind die meisten im Ruhestand.

EIKE unterhält außerdem offenbar Kontakte in die rechte Szene. Der Präsident und CDU-Lokalpolitiker Holger Thuß publiziert zum Beispiel im rechten Magazin „eigentümlich frei”. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Michael Limburg, ist Mitglied der AfD. In klimapolitischen Fragen und sogar in parlamentarischen Anträgen verweist die Partei häufig auf EIKE.

Klimaschutz-Gegner attackiert ARD-Reporter

Das politische ARD-Fernsehmagazin „Monitor“ war bei einer EIKE-Konferenz zugegen, um einen Beitrag zu drehen. Darin ging es auch um die UN-Klimakonferenz in Katowice, die derzeit stattfindet. Die Sendung lief am Donnerstagabend, 6. Dezember. Vorab veröffentlichte der Monitor-Reporter Achim Pollmeier einen Ausschnitt des Beitrags, in dem zu sehen ist, wie er von dem Präsidenten Thuß angegriffen wurde. 

Die Journalisten hatten vorab Hausverbot bekommen, wollten aber vor der Veranstaltung Fragen stellen. Thuß wollte dies jedoch nicht: „Sie sind kein Journalist, sie sind Agitator. Deswegen möchte ich sie hier nicht. Ich möchte, dass Sie jetzt hier raus gehen.“ Er drohte Pollmeier Gewalt an, wenn dieser nicht verschwinde. Dann ging er ihn an und schubste den Journalisten weg, während er rief: „Ich bin in der DDR aufgewachsen. Ich will sie hier nicht sehen!“ Pollmeier erwiderte, dass er ihm nichts getan habe und ging mit seinem Team. 

EIKE stellt den Vorfall anders dar

Auf seiner Webseite hat der Verein eine Gegendarstellung zur Konfrontation mit den ARD-Journalisten veröffentlicht. Sie fühlen sich falsch dargestellt. Dem Team sei bereits im Vorfeld Hausverbot erteilt worden, die Journalisten seien „widerrechtlich” in den Vorraum des Tagungsorts eingedrungen.

„Erst mit Hilfe des Hotelmanagers konnten die ungebetenen Gäste hinausgedrängt werden. Dabei lief deren Kamera die ganze Zeit mit”, heißt es in dem Statement. Man habe Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet und versuche eine einstweilige Verfügung gegen die Verwendung der ihrer Meinung nach illegalen Filmaufnahmen zu erwirken.

md

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