Der Moderator des ARD-Magazins „Monitor“, Georg Restle.
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Der Moderator des ARD-Magazins „Monitor“, Georg Restle.

Verstoß gegen Richtlinien?

Facebook und Instagram sperren Beitrag über Hanau-Anschlag - ARD-Mann entsetzt: „Ernsthaft jetzt?“

  • Fabian Müller
    vonFabian Müller
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Mehrere soziale Medien haben einen Film des ARD-Magazins „Monitor“ von ihren Seiten gelöscht. Das erzürnt nun den Moderator der Sendung.

Köln - Der Moderator des ARD-Magazins „Monitor“ ist entsetzt. Auf Twitter schreibt Georg Restle: „Hallo Instagram, hallo Facebook, ausgerechnet unser Monitor-Film über den rassistischen Anschlag von Hanau soll gegen Eure Richtlinien verstoßen. Ernsthaft jetzt?“

Was war passiert? Die sozialen Netzwerke Instagram und Facebook hatten den ARD-Beitrag „Ein Jahr nach dem Attentat von Hanau: Tödliche Versäumnisse?“ von ihren Seiten verbannt und dort gesperrt. Instagram schrieb als Erklärung, der Beitrag sei entfernt worden, da er gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstoße. „Wir haben diese Richtlinien aufgestellt, um unsere Community auf Instagram zu unterstützen und zu schützen.“

Facebook und Instagram sperren „Monitor“-Beitrag zu Hanau: Beitrag macht Behörden-Versagen zum Thema

Restle erklärte in einem weiteren Tweet, er habe bei Instagram und Facebook nachgefragt. Bisher habe es keine Reaktion gegeben. In beiden sozialen Netzwerken gibt es auf den jeweiligen „Monitor“-Seiten Beiträge zum Thema Hanau zu sehen, das besagte Video ist aber bei Facebook wie auch Instagram nicht mehr zu finden.

Video: Der rassistische Anschlag von Hanau

Der Beitrag des TV-Magazins „Monitor“ bezieht sich auf den Anschlag in Hanau vom Februar 2020 und beleuchtet Versäumnisse von Behörden, vor allem der Polizei. Ein 43-jähriger Deutscher hatte am Abend des 19. Februar 2020 neun Menschen mit ausländischen Wurzeln ermordet, bevor er mutmaßlich seine Mutter und im Anschluss sich selbst tötete. Im Netz ist der Film weiterhin zu sehen, unter anderem beim WDR selbst. (fmü)

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