Der Grand Canyon National Park feiert 2019 sein 100-jähriges Bestehen.
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Der Grand Canyon National Park in Arizona.

Der Grand Canyon State im Südwesten

US-Bundestaat Arizona: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Das landwirtschaftlich geprägte Arizona ist vielen wegen seiner Wüsten und der Nationalparks ein Begriff. Daher heißt er auch offiziell „The Grand Canyon State“.

  • In Arizona befindet sich das einzige Vierländer-Eck der USA.
  • Ein Fünftel der Bevölkerung sind Latinos.
  • Der US-Bundesstaat besitzt die größten Farmen Nordamerikas.

Phoenix – Im US-Bundesstaat Arizona lebt der alte „Wilde Westen“ weiter. Die zerklüfteten Wüstenlandschaften mit ihren atemberaubenden Canyons tragen ebenso dazu bei wie zahlreiche Erzählungen der Bevölkerung. Seinen Namen verdankt der Staat entweder der Bezeichnung alĭ ṣonak = „kleine Quelle“ der indianischen Tohono O‘Odham Nation oder baskischen Einwanderern und ihren Worten aritz ona für „gute Eiche“.

Arizona – die Geschichte

Die Geschichte von Arizona ist wie das Land voller Ecken und Kanten. Hier die historischen Eckdaten auf einen Blick:

  • Schon während prähistorischer Zeiten siedelten Indianerstämme in diesem Gebiet.
  • In den 1540er Jahren suchte Francisco Vásquez de Coronado nach den legendären sieben Städten aus Gold.
  • Katholisch-spanische Missionare trafen ein und gründeten erste Missionsstationen.
  • In den 1750er Jahren gründeten die Spanier mit Tubac (1752) und Tucson (1775) die ersten befestigten Städte im heutigen Arizona.
  • 1821 wurde Mexiko unabhängig von Spanien und das Gebiet von Arizona gehörte fortan zum mexikanischen Staat Nueva California.

Arizona: Die Gründung des 48. Bundesstaates der USA

1848 endete der amerikanisch-mexikanische Krieg und die USA nahmen unter anderem den größten Teil der Nueva California in Besitz. Durch den Zukauf weiterer Ländereien fiel ganz Arizona zusammen mit weiteren Gebieten an die USA. 1912 kam es schließlich zur Gründung des 48. Bundesstaates.

Arizona – Geografie und Besonderheiten

Arizona grenzt an Mexiko, Kalifornien und Nevada sowie an Colorado und New Mexico. Im Nordosten des US-Bundesstaates befindet sich zudem das einzige Vierländer-Eck der USA. Am berühmten „Four Corner‘s Point“ treffen die Staaten Arizona, Utah, Colorado und New Mexico zusammen.

Die Geografie Arizonas ist in zwei Regionen geteilt: Das Colorado Plateau mit den Canyons im Nordosten und die darunter liegende Basin-and-Range Provinz.

Das Klima in Arizona ist trocken und wüsten- bzw. halbwüstenartig. Das führt zu heißen Sommern und milden Wintern.

Arizona: Das sind die wichtigsten Städte

Die größte Stadt in Arizona ist die Hauptstadt Phoenix mit rund 1.445.600 Einwohnern. Weitere bedeutende Städte des US-Bundesstaates sind:

  • Tucson mit um die 520.000 Einwohnern
  • Mesa mit rund 439.000 Einwohnern
  • Chandler mit gut 236.000 Einwohnern

Arizona – Bevölkerung des Grand Canyon State

2015 lebten rund 6.828.000 Menschen im US-Bundesstaat Arizona. Das sind 22 Einwohner pro Quadratkilometer.

Die Bevölkerung setzt sich aus 76,9 Prozent Weißen, 4,5 Prozent Indianern, 3,4 Prozent Afroamerikanern und 2 Prozent asiatischstämmigen Amerikanern zusammen. 29,2 Prozent bezeichnen sich als Hispanics oder Latinos.

Arizona – Informationen zur Wirtschaft des Bundesstaates

Wichtigster Zweig der Wirtschaft in Arizona ist die Landwirtschaft. Vor allem der Anbau von Zitrusfrüchten, Getreide und Gemüse sowie die Viehzucht bringen lukrative Gewinne. Die Rinderfarmen gehören zu den größten der USA. Neben dem Agrarsektor hält die Förderung von Erdöl und Kupfererz sowie Kohle die Wirtschaft am Laufen. Als Industriezweig hat sich zudem die Feinelektronik in Arizona einen Namen gemacht.

Arizona und die Wahlen: Aktuelle Trends

Seit dem Zweiten Weltkrieg gilt Arizona als Hochburg der Republikaner. Bei den Präsidentschaftswahlen hat diese Partei seit 1952 gewonnen. Die einzige Ausnahme dieser erfolgreichen Geschichte bildet Bill Clinton im Jahre 1992.

In den letzten Jahren hat sich Arizona zu einem Swing Staat gewandelt. Also zu einem Bundesstaat, bei dem Demokraten und Republikaner bei der Wahl eine gute Erfolgschance haben. Grund für diese neue Tendenz ist unter anderem der relativ große Anteil an Latinos. Die strenge Einwanderungspolitik der Republikaner stößt bei ihnen auf erheblichen Widerstand.

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