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Armin Laschet (CDU) gilt als Favorit im Rennen um die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer. 

Als AKK-Nachfolger gehandelt 

Armin Laschet im Porträt: Das ist der mögliche neue CDU-Kanzlerkandidat

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Bislang ist Armin Laschet (CDU) Ministerpräsident in NRW, nach AKKs Rückzug wird er aber auch als Favorit für ihre Nachfolge gehandelt. Der Politiker im Porträt.

  • Armin Laschet (CDU) ist nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer ein Favorit für ihre Nachfolge.
  • Der NRW-Ministerpräsident ließ eine mögliche Kandidatur für Kanzleramt und CDU-Chefsessel jedoch bislang offen.
  • Die Politik des 58-Jährigen ist teils umstritten. 

Berlin - In der CDU wird er als Favorit für die Nachfolge der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gehandelt, doch er selbst will sich noch nicht so recht festlegen: CDU-Vize und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Auch am Tag nach AKKs infolge der Vorgänge in Thüringen* angekündigtem Rücktritt ließ er die Frage, ob er sich um die Kanzlerkandidatur und den CDU-Parteivorsitz bewerben werde, offen. 2017 löste er die SPD-Landesregierung unter Hannelore Kraft ab. Bereits seit 2008 sitzt Laschet außerdem im Bundesvorstand der CDU. Seit 2012 ist er einer von fünf stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden. 

Armin Laschet (CDU) studierte Jura und hat mit seiner Frau drei Kinder

Zuvor studierte der Politiker, der gebürtig aus Aachen kommt, in München und Bonn Staats- und Rechtswissenschaften. Er stammt aus einer katholisch-geprägten Familie und hat drei jüngere Brüder. 1987 legte er das erste juristische Staatsexamen ab, das Referendariat sowie das zweite Staatsexamen machte er nicht mehr. Heute lebt er mit seiner Frau Susanne Laschet in Aachen-Burtscheid, wo er aufgewachsen ist. Die beiden haben außerdem drei erwachsene Kinder. 

Laschet gilt als GroKo-Befürworter und rief jüngst mit Blick auf die offene Führungsfrage in der CDU nach AKKs angekündigtem Rückzug zur Einigkeit auf. „Die Geschlossenheit innerhalb der CDU und der Zusammenhalt mit der CSU sind jetzt wichtiger denn je“, sagte er gegenüber der Rheinischen Post. Im Zusammenhang mit einer möglichen Kandidatur für AKKs Nachfolge* blieb der CDU-ler jedoch äußerst vage: „Was die Zukunft bringt, weiß niemand“, sagte er vorsichtig. „Es gibt in der Politik unterschiedliche Zeiten und Positionen, in denen man Verantwortung übertragen bekommt und etwas gestalten kann.“ 

Armin Laschet pocht auf eine deutliche Abgrenzung der CDU zur AfD

Wichtig ist dem NRW-Ministerpräsidenten eine deutliche Abgrenzung seiner Partei zur AfD , die derzeit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verklagen will*. „Wir haben in Thüringen erstmalig erlebt, wie ein Ministerpräsident mit den Stimmen von Extremisten in sein Amt gewählt wurde. Zu dieser Situation hätte es nie kommen dürfen“, stellte Laschet klar. „Nie dürfen Extremisten Einfluss auf die Bildung von Regierungen haben, nicht in den Ländern, nicht in der Bundesregierung.“ 

Er betonte jedoch auch, dass man die AfD in den Parlamenten nicht ausgrenzen dürfe und ihr zum Beispiel alle Informationen zugänglich machen müsse, die auch anderen Fraktionen zugänglich seien. „Wir werden keine Märtyrer erzeugen“, mahnte der CDU-Vize. Seine Partei müsse jedoch „ein verlässlicher Anker für eine wehrhafte Demokratie“ bleiben. 

Armin Laschet (CDU) wurde wegen seiner teils wechselhaften Umweltpolitik kritisiert

Bei der AfD zeigt Laschet offensichtlich klare Kante, wechselhafter ist er allerdings im Hinblick auf denKohleausstieg und dem Erhalt des Hambacher Forstes in Nordrhein-Westfalen. Dafür wird der Ministerpräsident immer wieder kritisiert. Für Aufruhr sorgte Laschet während seines Wahlkampfs in NRW auch mit der Verwendung des Begriffs „No-Go-Area“ für Bereiche in Deutschland, in die sich die örtlichen Sicherheitsbehörden nicht hineintrauen würden. Das wurde von Seiten der Polizei nicht bestätigt und stark kritisiert.

Alle aktuellen Entwicklungen der CDU-Krise lesen Sie in unserem Newsticker*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks. 

cia,AFP

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