Armin Laschet (CDU)
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Armin Laschet (CDU) geht als Unions-Kandidat ins Kanzlerschaftsrennen. Sein Lebenslauf wirft Fragen auf

Offizielle Vita wirft Fragen auf

Lebenslauf-Eklat nun auch bei Laschet? CDU-Chef soll geschönt haben

  • Josef Forster
    vonJosef Forster
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Wie das Portal „t-online“ berichtet, soll es Unstimmigkeiten in Armin Laschets Lebenslauf geben. Nach Annalena Baerbocks Vita wirft nun auch Laschets Lebenslauf Fragen auf.

Berlin/München - Der Lebenslauf gehört zu jeder Bewerbung. Er sollte vollständig und wahrheitsgetreu alle Tätigkeiten und Funktionen auflisten, die der Bewerber ausübte. Was für einen 450-Euro-Job gilt, ist umso mehr auch für die Bewerbung auf das wichtigste Regierungsamt Deutschlands Pflicht: Gerade erst ist um Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbocks Curriculum Vitae eine Kontroverse entbrannt. Sie reagierte deswegen nun zerknirscht, wie kreiszeitung.de* berichtet. Nun wirft Armin Laschets Lebenslauf Fragen auf. Wie t-online.de berichtet, soll die Vita des Kanzlerkandidaten der Union Lücken aufweisen. Auch eine Falschangabe sei zu finden, schreibt das Portal.

Armin Laschets Lebenslauf weist wohl Ungenauigkeiten auf

Als „Mitglied des Direktoriums zur Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen“ bezeichnet sich Armin Laschet in seinem Lebenslauf, der auf seiner offiziellen Website zu finden ist. Nach Recherchen der Webseite ist die Mitgliedschaft jedoch nicht mehr aktuell. Auf Nachfrage des Portals gab die Gesellschaft an, Laschet sei schon im 31. Oktober 2020 aus dem Gremium ausgeschieden. Auch auf der Internetseite der „Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen“ ist Laschet nicht als Direktoriumsmitglied gelistet. Es ist jedoch nicht die einzige Ungereimtheit in Laschets offizieller Vita.

Lebenslauf des Unions-Kanzlerkandidaten Laschet: Lehrtätigkeit nicht zu finden

Armin Laschet hatte von 1999 an als Lehrbeauftragter im Europastudiengang der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen das Seminar „Europapolitik in der Praxis“ gegeben. 2015 wurde dann ein Vorfall aus dem vorangegangenen Sommer bekannt, bei dem Klausuren auf dem Postweg verloren gingen und Laschet Noten dafür auf der Grundlage von Aufzeichnungen vergab. Dann fiel auf, dass auch Studierende benotet wurden, die die Klausur nicht geschrieben hatten.

Laschet gab danach seinen ehrenamtliche Lehrposten auf. In dem Lebenslauf, den der Kandidat für die Bundestagswahl auf seiner Website präsentiert, ist die Nennung der unrühmlichen Lehrtätigkeit ausgespart. Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen äußerte sich laut t-online.de zunächst nicht zu den Unstimmigkeiten. Sie kündigte demnach aber eine Stellungnahme an. (jjf/AFP) *Merkur.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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