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Laschet empfiehlt Nachfolger in Nordrhein-Westfalen: Neuer Ministerpräsident steht wohl fest

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Von: Fabian Müller

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Ein altes Wahlplakat von Armin Laschet zur Bundestagswahl 2021 hängt an einer Hauswand in Würselen.
Armin Laschet verschwindet langsam von der Bildfläche – zumindest in NRW. Dort wurde ein Nachfolger bereits gefunden (Symbolbild). © Manngold / Imago

Die Gerüchte sollen sich nun bestätigen: Der bisherige Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, soll die Nachfolge von Armin Laschet als NRW-Ministerpräsident antreten.

Update vom 5. Oktober, 19.05 Uhr: Armin Laschet hat am Dienstagabend den bisherigen Verkehrsminister Nordrhein-Westfalens, Hendrik Wüst, als seinen Nachfolger an der Spitze der Landesregierung und der Landes-CDU empfohlen. Das teilte er nach einer Sondersitzung mit.

Auf einer Pressekonferenz bezeichnete Laschet seinen möglichen Nachfolger als „Macher“. Wüst habe „für sein junges Alter schon eine Menge politische Erfahrung“, außerdem würde er „kluge vorausschauende Politik“ machen. Mit ihm setze die CDU in NRW eine „Kontinuität fort“, so Laschet.

Wüst soll am 27. Oktober zum neuen Ministerpräsidenten von NRW gewählt werden. CDU-Fraktionschef Bodo Löttgen gab am Dienstagabend bekannt, dass dieser Termin angestrebt werde. Das wäre ein Tag nach der konstituierenden Sitzung des Bundestags. Der Koalitionspartner FDP habe bereits Zustimmung zu dem Vorgehen signalisiert.

Laschet-Nachfolger in Nordrhein-Westfalen steht wohl fest - Jetzt gibt es kein Zurück mehr

Erstmeldung vom 5. Oktober: Düsseldorf - Nach dem schlechtesten Ergebnis bei Bundestagswahlen in der Geschichte der CDU/CSU regeln die Christdemokraten nun die Nachfolge von Armin Laschet in Nordrhein-Westfalen. Schon vergangene Woche war durchgesickert, dass der NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst der aussichtsreichste Kandidat für den Posten des NRW-Ministerpräsident ist, doch die CDU/CSU dementierte zunächst. Nun bestätigt die Süddeutsche Zeitung die Gerüchte um die Laschet-Nachfolge und beruft sich dabei auf „Kreise der Landes-CDU“.

NRW-Verkehrsminister soll Laschet-Nachfolge als Ministerpräsident antreten

Der bisherige Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (46) soll künftig gleich drei wichtige Aufgaben übernehmen: Neben dem Amt des Ministerpräsidenten in NRW soll Wüst auch Chef der Landespartei sowie Spitzenkandidat für die bevorstehenden Landtagswahlen im Mai 2022 werden. Mehrere Quellen der Süddeutschen Zeitung bestätigten, dass Armin Laschet eine entsprechende Empfehlung am Dienstagnachmittag gegenüber dem Landes-Vorstand und der CDU-Landtagsfraktion aussprechen will. Wüst soll nicht zu den Vertrauten des ehemaligen Bundeskanlzerkandidaten Laschet zählen, sein politischer Kurs wird als wirtschaftsliberal und konservativer als der seines Vorgängers beschrieben. Unterstützung erhält Wüst unter anderem von der Jungen Union und dem Wirtschaftsflügel der Partei.

NRW Verkehrsministerium informiert ueber Haushalt
Hendrik Wüst: Aus CDU-Kreisen wurde nun bekannt, dass der ehemalige NRW-Verkehrsminister Laschets Nachfolger als Ministerpräsident werden soll (Archivbild). © Political-Moments / Imago

Armin Laschet angezählt? Sondierungsgespräch laufen

Der Druck auf Armin Laschet wächst indes. Trotz des katastrophalen Ergebnisses der CDU/CSU steht die Union aktuell in Sondierungsgesprächen mit FDP und den Grünen über ein mögliches Jamaika-Bündnis. Dass Armin Laschet seinen Posten als NRW-Ministerpräsident aufgibt, steht bereits fest. Auch der Posten des Parteivorsitzenden steht zur Debatte, die Junge Union forderte bereits seinen Rücktritt. Einer aktuellen Umfrage zufolge wünschen sich 68 Prozent der Befragten einen Rücktritt Laschets von all seinen Ämtern.

Die Sondierungsgespräche der Union laufen ebenfalls nicht ideal: Nach den Gesprächen von FDP und CDU/CSU am Sonntag kritisierten die Liberalen, dass teilweise Inhalte nicht vertraulich behandelt wurden und an die Medien durchsickerten. Das wiederum irritierte die Grünen. Aus Sicht des Bundesvorsitzenden der Grünen, Cem Özdemir, sei das ein „Zeichen für interne Führungsprobleme“. Die Grünen und die Union treffen sich am Dienstag zu einem Gespräch.

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