Union bleibt aber stärkste Kraft

Neue Umfrage: Koalition ohne Laschet möglich - Baerbocks Kanzlerpläne geraten dennoch ins Wanken

Die Union steuert mit konstanten Umfragewerten aufs Kanzleramt zu. Laut aktuellen Erhebungen ist aber auch eine Koalition ohne CDU/CSU möglich. Wer würde ein Ampel-Bündnis führen?
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Scholz punktet enorm

Beliebtheits-Ranking: Laschet plötzlich hinter Baerbock - und beide ganz weit hinten
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„Sie werden es bei der Wahl merken“

Besuch im Hochwassergebiet: Flutopfer gehen Armin Laschet hart an - „Riesengroße Versager“
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Armin Laschet

Wird er der neue Kanzler? Armin Laschet ist in seiner Partei durchaus umstritten. Nur mithilfe des CDU-Parteivorstandes konnte sich der gebürtige Aachener gegen seinen Konkurrenten Markus Söder von der CSU durchsetzen. Das Programm der Union für die Bundestagswahl 2021 bringt laut Medienberichten außerdem nur wenige Ansätze zur Modernisierung. Laschet dagegen argumentiert, dass auch seine Kandidatur für das nordrhein-westfälische Ministerpräsidentenamt im Jahr 2017 keine Begeisterungsstürme auslöste — trotzdem konnte er die Wahl am Ende für sich entscheiden. In seiner Partei gehört Laschet zum liberalen Flügel, als praktizierender Katholik betont er außerdem die christlichen Werte der Union. Als Ministerpräsident in NRW war er zeitweise starker Kritik ausgesetzt: Ein neues Polizeigesetz sowie Laschets unsteter politischer Kurs während der Corona-Pandemie trafen auf breiten Widerstand in der Bevölkerung.

„Todesstrafe exportiert“: Laschet will nach Afghanistan abschieben - Habeck fordert andere Lösung

Ist es noch gerechtfertigt Menschen nach Afghanistan abzuschieben? Robert Habeck ist entsetzt über Armin Laschets Haltung. Für Gefährder sieht er eine andere Lösung.
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„Herr Laschet hat jetzt ein Problem“: Plagiatssucher ändert Einschätzung - und fordert Antworten

CDU-Chef Laschet scheint mit seinem Buch noch nicht fein raus zu sein. Der Plagiatssucher Weber sieht nun doch noch eine kritische Stelle. Der Kanzlerkandidat bleibt bei …
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Impf-Gegenwind für Söder? Laschets Minister springt nun Stiko bei - Oberster Experte legt Argumente nach

Einige Politiker übten zuletzt Druck auf die Stiko aus. Ein Laschet-Minister verteidigt das Gremium nun. Dessen Chef liefert neue Erklärungen für den Kurs.
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Umfrage: Laschet-Kurve macht gewaltigen Knick - Baerbock hat wenig zu lachen

Einer der drei Kanzlerkandidaten schafft bei der Insa-Befragung zurzeit einen Aufstieg: SPD-Mann Scholz. Laschet und Baerbock hingegen schauen von unten zu.
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Umfrage zeigt neuen Kanzler-Favoriten: Es ist nicht mehr Laschet

Wäre der Bundeskanzler direkt wählbar, hätte Armin Laschet nicht viel zu lachen. Olaf Scholz genießt mittlerweile mehr Vertrauen in der Bevölkerung.
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CDU-Chef Laschet will weiter nach Afghanistan abschieben - deutliche SPD-Kritik

In der Debatte um Abschiebungen von Straffälligen nach Afghanistan will die Union weiterhin eine klare Linie fahren. Von der SPD gibt es dafür deutliche Kritik.
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Laschet-Eklat: CDU-Kanzlerkandidat hat auch abgeschrieben - Kopierter Autor mit Seitenhieb

Die nächste Plagiats-Affäre trübt den Wahlkampf: Auch CDU-Kanzlerkandidat Laschet hat abgeschrieben. Jetzt entschuldigt er sich.
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Umfrage-Tief für Union: Laschet mit schlechten Werten – SPD holt weiter auf

Armin Laschets Union lässt bei der aktuellen Umfrage weiter Federn, SPD und Grüne sind nun gleichauf. Neue Koalitionen sind denkbar.
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Umfrage nach Hochwasser-Katastrophe: Nur ein Kanzlerkandidat legt zu - Ernüchterung für Baerbock?

Eine Umfrage zur Bundestagswahl 2021 untersucht, wie sich das Krisenmanagement der Kanzlerkandidaten in der Hochwasser-Katastrophe auswirkt. Annalena Baerbock muss …
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Baerbock zerreißt Steuerpläne der Union und fordert: „Muss sagen, wo das Geld herkommen soll“

Die Grünen-Chefin Annalena Baerbock will keine Steuerentlastung für Besserverdienende. Denn Leidtragende davon wären vor allem bedürftige Familien und Kommunen.
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Umfrage nach Hochwasser: Mehrheit enttäuscht von Laschets Handeln – Scholz liegt vorn

Auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock konnte ihr Profil während der Flutkatastrophe nicht schärfen. Amtsinhaberin Angela Merkel hingegen erhält ein gutes …
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„Laschet lügt oder ist falsch informiert“: BUND macht Vorwurf der Falschaussage zur Kohlekommission

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirft Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) vor, im ZDF-Sommerinterview falsche Angaben zur Arbeit der …
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Armin Laschet im ZDF-Sommerinterview: „Ich bin gegen eine Impfpflicht“

Armin Laschet (CDU) versuchte im ZDF-Sommerinterview, seine bei der Flutkatastrophe verlorenen Vertrauenspunkte wiedergutzumachen. Neben Steuern war auch Söder Thema.
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Vergeben die Grünen einen Wahl-„Elfer“? Experte watscht Laschet ab - und Baerbock gleich mit

Keine passenden Kandidaten in Sicht? Ein Kampagnen-Experte watscht Armin Laschet nach dessen Hochwasser-Auftritten ab - und rät den Grünen zu einem Wechsel.
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Umfrage: Lehren aus dem Hochwasser? Klatsche für Laschet, Baerbock führt

Nur wenige Deutsche glauben, dass die Kanzlerkandidaten ihr Verhalten nach der Flutkatastrophe klug anpassen werden. Laschet schneidet am schlechtesten ab.
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Umfrage zeigt Laschet als Flut-Verlierer - Baerbock bei entscheidendem Wahl-Thema meilenweit voraus

Eine Umfrage zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet die Kompetenz in Sachen Klimapolitik abspricht.
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Umfrage in Flutkatastrophen-Woche: Baerbock verliert – CDU-Wähler verpassen Laschet Abreibung

Die Union sackt wieder unter die 30-Prozent-Marke. Bei der Frage nach der Kanzlervorliebe büßen Laschet und Baerbock ein, aber auch für Scholz gibt es schlechte …
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Laschets Feixen dürfte zum Wendepunkt im Ringen mit Baerbock werden - die Umfragen sind trügerisch

Armin Laschet will gegen seine grüne Konkurrentin mit Regierungserfahrung punkten. Nun hat ihm in der Hochwasserkatastrophe das Format gefehlt, kommentiert Christian …
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Nach Flutkatastrophe in NRW: Laschet will SMS-Warnung - notfalls im Alleingang

Armin Laschet will notfalls im Alleingang die SMS-Warnung per Cell Broadcasting einführen. Das kündigte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident am Donnerstag an.
Nach Flutkatastrophe in NRW: Laschet will SMS-Warnung - notfalls im Alleingang

Armin Laschet: Das ist der Kanzlerkandidat der CDU

Armin Laschet kam 1961 im nordrhein-westfälischen Aachen zur Welt. Gemeinsam mit seinen drei Brüdern wuchs er im römisch-katholischen Glauben auf und engagierte sich später in seiner Gemeinde als Ministrant und Jugendbetreuer. Nach seinem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften arbeitete Laschet als Journalist, gleichzeitig startete er seine politische Karriere. 1989 zog er als damals jüngster Ratsherr für die CDU in den Aachener Landtag ein. 1994 erhielt er ein Direktmandat für den Deutschen Bundestag, das er 1998 wieder abgab. Zwischen 1999 und 2005 war der Christdemokrat im Europäischen Parlament tätig, kehrte jedoch nach Nordrhein-Westfalen zurück, um in der Landesregierung unter Jürgen Rüttgers den Posten des Ministers für Generationen, Familie, Frauen und Integration zu bekleiden. Im zweiten Anlauf konnte Laschet 2012 die Wahl zum neuen Vorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalen für sich entscheiden, bei der Landtagswahl 2017 gewann er mit einer Koalition aus CDU und FDP. Damit wurde Laschet zum elften Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. Nachdem er im Januar 2021 zum Bundesvorsitzenden der CDU gewählt worden war, kündigte Laschet im April seine Kanzlerkandidatur für die Bundestagswahl 2021 an. Er erhielt die Unterstützung des CDU-Bundesvorstands und setzte sich damit gegen den CSU-Politiker Markus Söder durch. In der Union gilt Laschet als eher liberal, sein Regierungsstil wird als zurückhaltend beschrieben. Kritik erhielt er unter anderem für das neu eingeführte Polizeigesetz 2018 sowie seine Politik während der Corona-Pandemie.

Kindheit und Jugend von Armin Laschet


Armin Laschet kam am 18. Februar 1961 in Aachen zur Welt. Sein Vater Heinrich arbeitete als Aufsichtsperson im Bergbau, während seine Mutter Marcella sich um ihn und die drei kleineren Brüder kümmerte. Laschet stammt aus der Mittelschicht und wurde im römisch-katholischen Glauben erzogen. Als Jugendlicher betätigte er sich in seiner Kirchengemeinde als Ministrant und Betreuer. Nach einem Schulwechsel absolvierte der spätere CDU-Politiker im Jahr 1981 das Abitur am Bischöflichen Pius-Gymnasium in Aachen. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er nach dem Schulabschluss vom Wehrdienst freigestellt und konnte somit direkt mit dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften beginnen, das er in München und Bonn vollendete. Während seiner Zeit als Student war Laschet Mitglied in verschiedenen Studentenverbindungen.

Armin Laschets politische Laufbahn


Nach seinem Studium war Armin Laschet als Journalist tätig. Seine Karriere in der Politik begann er als wissenschaftlicher Berater der CDU-Politikerin Rita Süssmuth, die damals als Präsidentin des Deutschen Bundestages tätig war. 1979 in die CDU eingetreten, betrat Laschet zehn Jahre später erstmals selbst die große politische Bühne: Als damals jüngster Ratsherr zog er in den Aachener Landtag ein. 1994 wurde er zum Abgeordneten des Deutschen Bundestages gewählt, 1998 verlor er sein Mandat jedoch wieder. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Europäischen Parlament und engagierte sich dort unter anderem für internationale Kooperationen und Haushaltspolitik. Laschets Rückkehr nach Deutschland war begründet durch seine Ernennung zum Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration durch die nordrhein-westfälische Landesregierung unter Jürgen Rüttgers. Bei der Landtagswahl 2010 erlitt die CDU Nordrhein-Westfalen eine Niederlage, weshalb Rüttgers auch als Vorsitzender des CDU-Landesverbandes NRW zurücktrat. Laschet bewarb sich auf den frei gewordenen Posten, verlor bei der Wahl jedoch gegen Norbert Röttgen. Erst als sich die CDU bei der vorgezogenen Landtagswahl 2012 erneut geschlagen geben musste — was Röttgens Rücktritt zur Folge hatte — konnte Laschet sich beim Sonderparteitag den Posten des neuen Vorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalen sichern. Seit 2010 ist er Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags.

Armin Laschet als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen


2017 gewann eine Koalition aus CDU und FDP die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Armin Laschet wurde daraufhin von den Abgeordneten mit einer absoluten Mehrheit zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Er ist der elfte Politiker, der dieses Amt innehat. Obwohl Laschet eine schwarz-gelbe Landesregierung führt, soll er laut Beobachtern ebenso offen für andere Koalitionspartner sein und seine politische Einstellung gilt in der CDU als eher liberal. Bereits während seiner Zeit als Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration befürwortete er legale Einwanderung, die er als eine Chance für das Land Nordrhein-Westfalen bezeichnete. Der Einsatz gegen illegale Zuwanderung hatte für Laschet spätestens nach seinem Amtsantritt als Ministerpräsident besondere Bedeutung: In einer Regierungserklärung prägte er den Begriff „Null-Toleranz-Linie“ und forderte hartes Durchgreifen im Falle von Asylrechtsmissbrauch. Das 2018 eingeführte neue Polizeigesetz sicherte den Polizeibeamten in Nordrhein-Westfalen mehr Freiheiten zu, was Laschet Kritik aus der Opposition einbrachte. Umstritten waren insbesondere die Erleichterung der digitalen Überwachung, die Neuregelung des Polizeigewahrsams sowie die verstärkte strategische Fahndung, die laut politischen Kommentatoren eine Diskriminierung von Minderheiten durch die Polizei ermöglicht. Neben der Inneren Sicherheit fokussierte sich das Kabinett Laschet unter anderem auf das Thema Bildung. Der Ministerpräsident betonte, dass es in Nordrhein-Westfalen möglich sein müsse, einen „Aufstieg durch Bildung“ zu erreichen. Die Landesregierung initiierte außerdem eine Rückkehr zum G9-Abitur.

Kritik während der Corona-Pandemie


Mit seinen politischen Entscheidungen während der Corona-Pandemie stieß Armin Laschet teilweise auf heftige Kritik. Zunächst wurde sein Vorgehen als nicht konsequent genug eingestuft, insbesondere im Vergleich mit seinem Amtskollegen Markus Söder. Ein Epidemie-Gesetzentwurf im März 2020 sah unter anderem die Zwangsrekrutierung nordrhein-westfälischer Ärzte vor und löste dadurch Empörung unter Medizinern aus. Einen Monat später gab es erneute Negativschlagzeilen für Laschet: Der Einkauf von Schutzausrüstung durch die Landesregierung war ohne vorherige Ausschreibung bei dem Unternehmen getätigt worden, für das der Sohn des Ministerpräsidenten als Influencer arbeitet. Laschet betonte jedoch, dass sein Sohn zwar den Kontakt hergestellt habe, es jedoch anderweitig kaum möglich gewesen wäre an die dringend benötigten Materialien zu kommen. Nachdem er zu Beginn der Pandemie auf schnelle Lockerungen der Corona-Maßnahmen gepocht hatte, machte Laschet Ende 2020 eine Kehrtwende und forderte weitere Einschränkungen. Anfang 2021 setzte er sich dann wiederum für Lockerungen ein und bezeichnete Virologen als „Aktivisten“. Nur wenige Monate später ruderte Laschet jedoch erneut zurück: Solange nicht der Großteil der Bevölkerung geimpft ist sei ein Lockdown möglicherweise weiterhin nötig.

Armin Laschet: Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl 2021


Im Februar 2020 gab Armin Laschet seine Bewerbung für den Bundesvorsitz der CDU bekannt. Zuvor hatte Annegret Kramp-Karrenbauer angekündigt, ihr Amt niederlegen und damit auch nicht als Kanzlerkandidatin antreten zu wollen. Beim 33. Parteitag der CDU Deutschlands im Januar 2021 gewann Laschet mit 53 Prozent der Stimmen gegen seine Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen. Im April 2021 machte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident daraufhin seine Kandidatur für das Kanzleramt öffentlich. Markus Söder (CSU), der ebenfalls eine Kanzlerkandidatur angestrebt hatte, zog seine Bewerbung zurück, nachdem sich der CDU-Bundesvorstand mehrheitlich hinter Laschet gestellt hatte. Das Wahlprogramm der CDU für die Bundestagswahl 2021 stieß teilweise auf Kritik: Es sei schlichtweg eine Fortführung der bisherigen Politik, der Wille zur Modernisierung bleibe auf der Strecke.

Das Privatleben des Kanzlerkandidaten


Seine Frau Susanne lernte Armin Laschet bereits im Grundschulalter kennen. Gemeinsam sangen die beiden in einem ortsansässigen Kinder- und Jugendchor. 1985 heiratete das Paar, der Ehe entstammen eine Tochter und zwei Söhne. Bis heute lebt Laschet mit seiner Ehefrau in Aachen, genauer gesagt im Stadtteil Burtscheid, wo er bereits als Kind mit seiner Familie zuhause war. Sein Engagement in der katholischen Kirche führte der CDU-Politiker auch im Erwachsenenalter fort. Laschet bezeichnet seine Familie als „rheinisch-katholisch“ und ist bis heute praktizierender Katholik. Seine vielseitigen Kontakte zu der katholischen Kirche pflegt er seit seiner Jugend. 2015 beendete Laschet seine langjährige Lehrtätigkeit an der RWTH Aachen, nachdem bekannt geworden war, dass er Klausuren verloren und die Benotung danach mithilfe seiner Notizen vorgenommen hatte. Der Vorfall wurde bekannt, da auch Studierende, die gar nicht an der Prüfung teilgenommen hatten, eine Note erhielten.

Kanzlerkandidaten 2021: Wer sind Laschet, Baerbock und Scholz?

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