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Armin Schuster: Wer ist Sachsens neuer Innenminister?

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Der Chef des Katastrophenschutz BBK Armin Schuster beim Besuch der Trinkwasseraufbereitung des THW Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Der Chef des Katastrophenschutz BBK Armin Schuster soll Sachsens neuer Innenminister werden. © IMAGO

Der Chef des Katastrophenschutz BBK Armin Schuster soll Sachsens neuer Innenminister werden. Wer ist der Mann, der die Nachfolge von Roland Wöller antritt?

Dresden - Armin Schuster (CDU) aus Andernach soll neuer sächsischer Innenminister werden. Der bisherige Chef des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seine Ernennungsurkunde am Montag erhalten. Er folgt damit auf Roland Wöller (CDU), der nach umstrittenen Personalentscheidungen und mehreren Polizei-Skandalen entlassen wird.

Quereinsteiger in die Politik

Armin Schuster (60) kommt ursprünglich von der Bundespolizei und bringt Erfahrungen als Behördenleiter mit. 2009 zog er für die CDU in den Bundestag ein. Doch als Quereinsteiger in der Politik konnte er sich nicht so stark auf Parteinetzwerke verlassen wie andere CDU-Abgeordnete. Vielleicht auch deshalb ging er bei der Verteilung von Posten im Fraktionsvorstand immer leer aus. Als Vorsitzender des parlamentarischen Kontrollgremiums, das die Arbeit derGeheimdienste überwacht, wirkte er eher fernab der Kameras. Denn das Gremium tagt geheim.

Seine Kritik an der Flüchtlingspolitik der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll ein Grund dafür gewesen sein, dass die Wahl nicht auf Schuster fiel, als Horst Seehofer (CSU) im November 2018 einen Nachfolger für den in Ungnade gefallenen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, suchte. Für Schuster ist der Wechsel nach Sachsen vielleicht auch ein Befreiungsschlag. Denn nachdem ihn Seehofer im November 2020 zum Leiter des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemacht hatte, schob Schuster zwar viele neue Projekte an. Zwischen ihm und der neuen Leitung im Bundesinnenministerium, dem inzwischen die SPD-Politikerin Nancy Faeser vorsteht, lief es allerdings in den vergangenen Monaten nicht immer rund. (dpa)

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