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Aschermittwoch der Freien Wähler in Deggendorf: Gabriele Paul mit Parteichef Hubert Aiwanger.

Freie Wähler feiern CSU-Rebellin Pauli

Deggendorf - Die Freien Wähler haben beim politischen Aschermittwoch die etablierten Parteien attackiert und die einstige CSU-Rebellin Gabriele Pauli gefeiert.

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Pauli kündigte an, bei der Europawahl im Juni als Spitzenkandidatin anzutreten. "Ich sage Ja", rief sie in Deggendorf. "Meine Ansichten sind nicht an Bayern gebunden", sagte die ehemalige Landrätin, die hart mit den etablierten Parteien ins Gericht ging. "Es kommen doch nur die geschliffenen nach oben. Wer sein Ich aufgibt und sich an die Politik verkauft, der ist am Schluss der Repräsentant unseres Volkes", sagte Pauli.

Die Bundespräsidentenwahl im Mai sei eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie das Parteiensystem "geöffnet" werden könne, gab Pauli zu bedenken. Möglichkeiten sind ihrer Ansicht nach unter anderm die Direktwahl von Ministerpräsidenten und Bundeskanzler. Die Freien Wähler sollten ihre Stimme "dem Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin" geben, der oder die das beste Konzept vorlegt, um Menschen wieder mehr für Politik zu interessieren, sagte Pauli.

Der Politische Aschermittwoch

Die Freien Wähler haben zehn Stimmen in der Bundesversammlung und könnten zum Zünglein an der Waage werden, da die Union nicht über eine eigene Mehrheit für Bundespräsident Horst Köhler verfügt. Die FW-Spitze hatte sich zuletzt allerdings für Köhler ausgesprochen.

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