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Wie viele Besucher kamen wirklich zu der Aschermittwochs-Kundgebung der CSU in die Passauer Dreiländerhalle?

Parlamentarisches Nachspiel

Aschermittwochs-Zahlen-Wettstreit: CSU-Lüge?

München - "Falschmünzer Dobrindt"? Die Freien Wähler und die SPD glauben nicht an Platz 1 der CSU und die 7000 Besucher beim politischen Aschermittwoch. Wer ist der schlechte Verlierer?

Der Zahlen-Wettstreit zwischen CSU und SPD um die größte Aschermittwochs-Kundgebung hat ein parlamentarisches Nachspiel. Die Freien Wähler wollen von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) höchstpersönlich wissen, wie viele Gäste bei der CSU in der Passauer Dreiländerhalle zugelassen waren - und ob dies eingehalten wurde oder ob CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt am Mittwoch „schlichtweg gelogen hat“. Dobrindt hatte von 7000 Besuchern in der Halle gesprochen, um die SPD und deren Zelt zu übertrumpfen. Die Halle soll aber nur für 4000 Besucher zugelassen gewesen sein.

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sprach von einer „Lüge“ Dobrindts. „Wer 4000 nicht von 7000 unterscheiden kann und beinahe täglich aus selbst in Auftrag gegebenen Umfragen 46 bis 48 Prozent für die CSU verkündet, macht sich zur Witzfigur“, sagte er. „Falschmünzer Dobrindt“ habe vor den Augen seiner Lehrmeister Edmund Stoiber und Horst Seehofer den Mund mal wieder zu voll genommen.

SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen sagte, die CSU sei bei den Kundgebungen am Aschermittwoch auf Platz 2 zurückgefallen. „Ein guter Verlierer findet sich mit seiner Niederlage ab - und versucht nicht, sich mit Tricks und Schmutzeleien zum Sieger zu erklären.“

dpa

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