1 von 5
Die Enthüllung: Snowden hat streng geheime Informationen über Überwachungsprogramme der USA an die Medien weitergeleitet. Danach greift der Geheimdienst NSA im großen Stil auf Telefondaten und E-Mail-Konten von Millionen US-Bürgern zu. Wollen die Agenten anhand gesammelter Daten einer bestimmten terroristischen Bedrohung nachgehen, müssen sie dazu jedoch richterliche Erlaubnis einholen.
2 von 5
Der Enthüller: Seit er sich als Hauptquelle hinter den Enthüllungen der Blätter „The Guardian“ und „The Washington Post“ zu erkennen gab, hatte sich Snowden in Hongkong versteckt gehalten. Das US-Justizministerium stellte Strafanzeige wegen Spionage und Diebstahls von Staatseigentum gegen den Ex-Geheimdienstmitarbeiter. Einen Auslieferungsantrag der USA lehnten die Behörden in Hongkong jedoch mit dem Hinweis ab, dass eingereichte Unterlagen nicht gesetzlichen Vorgaben entsprochen hätten.
3 von 5
Die Flucht: Noch bevor die ersten Medienberichte über die US-Überwachungsprogramme kursierten, hatte Snowden den US-Staat Hawaii schon in Richtung Hongkong verlassen. Dort angekommen, setzte er seine Enthüllungsinterviews mit Reportern fort. Dann verließ er Hongkong in Begleitung von Vertretern der Enthüllungsplattform Wikileaks. Snowden flog nach Moskau. Dort durfte er den Transitbereich des Flughafen nach langem Hickhack verlassen. Die USA zeigten sich enttäuscht von Russland.
4 von 5
Die Diplomatie: Schon der US-Antrag auf eine Überstellung Snowdens scheiterte an der fehlenden Kooperation Hongkongs. Auch Russland unterhält kein Auslieferungsabkommen mit den USA.
5 von 5
Die Zukunft: Snowdens Kooperation mit Wikileaks dürfte ein neues Kapitel einläuten, was Ausmaß und Qualität möglicher weiterer Enthüllungen anbelangt. Schon jetzt haben Snowdens Einlassungen für einigen Aufruhr gesorgt, auch wenn daran beteiligte Journalisten beteuerten, zum Schutz der nationalen Sicherheit nicht den vollen Umfang seiner brisanten Informationen ans Licht gebracht zu haben.

Fünf Fakten rund um Skandal-Enthüller Snowden

Washington - Edward Snowden zieht es nach Ecuador: Die Quelle hinter der Enthüllung des US-Überwachungsprogramms „Prism“ hat Hongkong verlassen und nun Asyl in dem südamerikanischen Land beantragt. Im folgenden fünf wichtige Aspekte rund um den von der US-Justiz gesuchten Informanten.

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Lira-Krise: Türkei unterdrückt Kritik an Wirtschaftslage
Der Streit zwischen Amerika und der Türkei eskaliert: Präsident Erdogan wütet gegen neue US-Zölle und nennt die USA die "Kraftmeier des globalen Systems". Die …
Lira-Krise: Türkei unterdrückt Kritik an Wirtschaftslage
Bericht: Deutsche Behörden weisen immer mehr Ausländer aus
Osnabrück (dpa) - Deutsche Behörden haben 2017 doppelt so viele Ausländer ausgewiesen wie noch zwei Jahre zuvor. Das berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Freitag …
Bericht: Deutsche Behörden weisen immer mehr Ausländer aus
UN: Nordkorea hat Atom- und Raketenprogramm nicht gestoppt
New York (dpa) - Nordkorea soll sein Atom- und Raketenprogramm laut einer Analyse der Vereinten Nationen nicht eingestellt haben. Zu diesem Schluss kommen Experten in …
UN: Nordkorea hat Atom- und Raketenprogramm nicht gestoppt
UNHCR: Mittelmeer tödlichste Route für Flüchtlinge
Sie setzen ihr Leben aufs Spiel, um nach Europa zu kommen, und viele verlieren es. Mehr als 1500 Menschen sind in diesem Jahr im Mittelmeer ertrunken. Liegt das an den …
UNHCR: Mittelmeer tödlichste Route für Flüchtlinge