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Der syrische Präsident Baschar al-Assad will seine Chemiewaffen nur dann unter internationale Kontrolle stellen, wenn die USA ihre militärischen Drohungen gegen das Land einstellen.

Nur bei Verzicht der USA auf Drohungen

Waffenkontrolle: Assad stellt Forderungen 

Moskau - Der syrische Präsident Baschar al-Assad will seine Chemiewaffen nur dann unter internationale Kontrolle stellen, wenn die USA ihre militärischen Drohungen gegen das Land einstellen.

„Wenn wir sehen, dass die USA wirklich Stabilität in unserer Region wünschen, wenn sie ihre Politik der Drohungen und Angriffspläne aufgeben sowie die Waffenlieferungen an die Terroristen einstellen, werden wir die notwendigen Verfahren vollständig erfüllen“, sagte er in einem Interview des staatlichen russischen Fernsehens.

Parallel dazu hat Syrien nach UN-Angaben vom Donnerstag bei den Vereinten Nationen seinen Beitritt zur internationalen Chemiewaffenkonvention beantragt. Assad kündigte in dem Interview an, einen Monat nach Unterzeichnung Informationen über sein Kampfstoffarsenal zu liefern. Den Weg zur Unterzeichnung nannte er einen „beiderseitigen Prozess“ mit einer „Menge von Punkten“.

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Dies alles geschehe wegen der Initiative des Verbündeten Russland. „Die Drohungen der USA haben unsere Entscheidung nicht beeinflusst“, behauptete Assad. Den Chemiewaffeneinsatz vom 21. August bei Damaskus bezeichnete er als eine von den USA organisierte Provokation. Details nannte er nicht, sprach aber von „Ländern“, die die Rebellen mit Kampfstoffen versorgt hätten. „Die Terroristen versuchen, einen amerikanischen Angriff auf Syrien zu provozieren“, sagte der Machthaber dem Sender Rossija-24.

dpa

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