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War aus London zu der Wikileaks Pressekonferenz in Berlin zugeschaltet: Julian Assange.

Enthüllungsplattform

Assange kündigt Wikileaks-Enthüllungen im US-Wahlkampf an

Berlin - Seit 4. Oktober 2006 veröffentlicht Wikileaks geheime Dokumente. Bei einer PK anlässlich des zehnten Geburtstags der Plattform war Gründer Julian Assange aus London zugeschaltet und kündigte neue Enthüllungen an.

In London sitzt Assange seit 2012 in der Botschaft Ecuadors fest - er will damit eine Auslieferung nach Schweden verhindern, wo ihm Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen wird. Auch droht Assage eine Überstellung in die USA - wegen der aus Sicht der US-Regierung illegalen Wikileaks-Enthüllungen. 

Assanges Anwältin Melinda Taylor hielt den USA vor eine Menschenjagd auf den Wikileaks-Gründer vor. So habe beispielsweise damalige Außenministerin Hillary Clinton 2010 bei einem Treffen in ihrem Ministerium gefragt: "Warum können wir ihn nicht mit einer Drone ausschalten?"

Zehn Millionen Dokumente habe Wikileaks im letzten Jahrzehnt veröffentlicht, zog Wikileaks Journalistin Sarah Harrison Bilanz und gab einen Überblick über die wichtigsten Enthüllungen der Vergangenheit. Sie erinnerte unter anderen an das Abhören von Angela Merkels Handy durch den US-Geheimdienst. 

Wikileaks-Gründer Julian Assange live zugeschaltet

In einer Live-Zuschaltung in die Berliner Volksbühne kündigte Wikileaks-Gründer Julian Assange während des US-Wahlkampfs eine Vielzahl neuer Veröffentlichungen für die kommenden Monate an. Geplant sei, in den nächsten zehn Wochen jede Woche neues Material zu publizieren. 

Für die Veranstaltung zum zehnten Jahrestag der Registrierung der Web-Adresse von Wikileaks waren auch Enthüllungen über US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in Aussicht gestellt worden. Sie blieben aus. „Sie müssen verstehen, dass wenn wir etwas mit Bezug zu den Vereinigten Staaten veröffentlichen wollen, wir das nicht um drei Uhr nachts machen würden“, sagte Assange mit Blick auf den Ortszeit in den USA.

Die in Aussicht gestellten Enthüllungen seien aber "bedeutend", sagte Assange, der sich über die Art der zu veröffentlichenden Dokumente nur vage äußerte. Es gehe um die Themen "Krieg, Erdöl, Google, US-Wahlen, massive Überwachung". 

Wikileaks hatte zuvor E-Mails des Parteivorstandes der Demokraten, Clintons Partei veröffentlicht. In den USA erklärten IT-Sicherheitsexperten, dass die E-Mail-Server von Hackern mit Verbindung zu russischen Geheimdiensten geknackt worden seien. Das brachte Wikileaks auch den Vorwurf ein, sich zum Instrument Moskaus zu machen - was Assange zurückwies.

mb/dpa/afp

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