+
Julian Assange lebt seit vier Jahren in der ekuadorianischen Botschaft, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen.

Auswirkungen auf US-Wahlkampf?

Assange: In Kürze Wikileaks-Veröffentlichung zu Clinton

Washington - Wikileaks-Gründer Julian Assange hat nach wochenlangen Ankündigungen angeblich sensibler Dokumente über Hillary Clinton nun eine Veröffentlichung für nächste Woche in Aussicht gestellt.

Assange sagte bei Fox-News, dies werde große Auswirkungen auf den US-Präsidentschaftswahlkampf haben. Details nannte er nicht, die Dokumente werden sich aber voraussichtlich um die E-Mail-Affäre Clintons drehen.

Clinton hat in ihrer Zeit als Außenministerin vorschriftswidrig einen privaten E-Mail-Server für ihre Kommunikation benutzt. Das FBI schloss seine Ermittlungen mit der Bewertung „grob fahrlässig ab“, sah aber keine strafbare Handlung oder Absicht.

Assange hat mehrfach betont, wie wenig er Clinton und ihre Politik leiden konnte und kann. Bei Fox sagte er, eine Präsidentschaft Clintons sei gefährlich. Zu Donald Trump äußerte sich Assange nicht.

Die „New York Times“ hatte kürzlich nachgewiesen, dass Veröffentlichungen von Wikileaks oft russischen Interessen in die Hände spielen. Auch gibt es in einigen US-Medien eine Debatte darüber, ob über Clintons E-Mails unangemessen intensiv berichtet wird und Trump mehr und mehr so etwas wie Narrenfreiheit hat.

Assange lebt seit über vier Jahren in der ekuadorianischen Botschaft in London, um sich einer Auslieferung nach Schweden zu entziehen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel will bei Trump Stimmung im Handelsstreit verbessern
Angela Merkel reist zu US-Präsident Donald Trump - in einem höchst angespannten Umfeld. Das deutsch-amerikanische Verhältnis ist schlecht. Es geht um Zölle und den …
Merkel will bei Trump Stimmung im Handelsstreit verbessern
Korea-Gipfel: Ringen um nukleare Abrüstung und Frieden
Vor wenigen Monaten drohte noch der Ausbruch eines Kriegs wegen des Atomkonflikts mit Nordkorea. Am Freitag reden Machthaber Kim und Südkoreas Präsident Moon erstmals …
Korea-Gipfel: Ringen um nukleare Abrüstung und Frieden
Altmaier-Vorschlag zum Ökostrom verärgert SPD und Umweltschützer
Deutschland hinkt den eigenen Klimaschutz-Plänen hinterher. Um guten Willen zu zeigen, hat die GroKo einen Extra-Ausbau von Wind- und Sonnenkraft angekündigt. Doch die …
Altmaier-Vorschlag zum Ökostrom verärgert SPD und Umweltschützer
Verteidiger fordern für Zschäpe maximal zehn Jahre Haft
Drei Tage haben Beate Zschäpes Verteidiger plädiert. Sie fordern zwar eine lange Haftstrafe für ihre Mandantin - aber nicht wegen Mordes.
Verteidiger fordern für Zschäpe maximal zehn Jahre Haft

Kommentare