Der Eingang zum Gebäude des internationalen Pharmakonzerns Astrazeneca.
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Nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern wird Astrazeneca in der Regel nur noch für Personen ab 60 Jahren eingesetzt.

Lehrerverband

Astrazeneca erst ab 60: „Katastrophaler Rückschlag“ für Lehrerimpfungen?

  • vonDana Popp
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Bei der Astrazeneca-Impfung kommen nach einem neuen Beschluss nur noch Personen ab 60 Jahren infrage. Der Lehrerverband sorgt sich, dass die Impfungen von Lehrern daher pausiert werden.

Berlin - Die Änderung der Altersgrenze bei der Impfung mit Astrazeneca, der jetzt offiziell Vaxzevria heißt, sorgt bei vielen Menschen für Unsicherheit. Der Deutsche Lehrerverband hat diese als „katastrophalen Rückschlag für die gerade Fahrt aufnehmende Impfung von Lehrkräften“ bezeichnet. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger forderte eine schnelle Möglichkeit für unter 60-jährige Lehrkräfte, sich mit Biontech/Pfizer und demnächst mit Johnson & Johnson impfen lassen zu können.

„Wenn dieser Austausch nicht sofort stattfindet, wird es mit der Durchimpfung von Lehrkräften im April nichts mehr werden“, sagte Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Durch die steigenden Corona-Infektionen seien die Öffnungen von Schulen schwierig. Der Impfstopp würde die heikle Situation noch verstärken.

Astrazeneca-Impfung: Jüngere können sich auf eigenes Risiko weiterhin impfen lassen

In den meisten Bundesländern sind aktuell Osterferien. Viele Schulen planen, in der Woche nach Ostern oder eine Woche später, zu öffnen, wenn die Inzidenzen nicht zu hoch sind. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums können seit dem 24. Februar Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege oder in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind, geimpft worden.

Bund und Länder waren am Dienstagabend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gefolgt, das Präparat von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Jüngere können sich nach Rücksprache mit dem Arzt und auf eigenes Risiko weiterhin damit impfen lassen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen. Erst Mitte März waren Astrazeneca-Impfungen nach einer einige Tage langen Impfpause und neuen Überprüfungen wieder angelaufen. Was mit Menschen unter 60 Jahren ist, die bereits eine erste Impfung erhalten haben, ist noch unklar. (dp/dpa)

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