Flüchtlingsstrom aus dem Kosovo

Pro Asyl: Schnellere Asylverfahren unrealistisch

Köln - Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl kritisiert die Beschlüsse der Innenminister zu kürzeren Asylverfahren für Kosovaren als unrealistisch.

„Man kann nicht davon ausgehen, dass binnen drei Monaten in einer Sturzgeburt 350 neue Asylentscheider da sitzen werden“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer Bernd Mesovic dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag). Das dringend benötigte Personal müsse zunächst angeworben, gefunden und geschult werden. Die Einarbeitung dauere etwa neun Monate.

Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kommen seit einiger Zeit zahlreiche Asylbewerber aus dem Kosovo an. Nach einem Beschluss der Innenminister vom Freitag sollen dort ihre Anträge nun innerhalb von zwei Wochen abgearbeitet werden. Dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mehr Personal erhalten soll, begrüßt Pro Asyl grundsätzlich: „Die Richtung stimmt“, so Mesovic.

kna

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Syrer machen sich auf den Weg in die Heimat
Die Lage für syrische Flüchtlinge im Libanon ist trostlos. Viele wollen deshalb zurück. Doch sie treten eine Reise ins Ungewisse an - nicht nur weil die gefürchtete …
Syrer machen sich auf den Weg in die Heimat
Özil-Rücktritt: Merkel zollt Respekt - Ministerin sieht „Alarmzeichen“
Selten ist der Rücktritt eines DFB-Kickers zu solch einem Politikum geworden. Der Rückzug Mesut Özils beschäftigt sogar mehrere Kabinettsmitglieder - und die Kanzlerin.
Özil-Rücktritt: Merkel zollt Respekt - Ministerin sieht „Alarmzeichen“
Christlich-muslimische Kita vor dem Start
Religiöse Begegnung schon im Kleinkindalter: Im August eröffnet mit einer "Zwei-Religionen-Kita" im niedersächsischen Gifhorn eine laut Initiatoren bundesweit einmalige …
Christlich-muslimische Kita vor dem Start
Fall Sami A.: Neue Details zur Abschiebung lassen aufhorchen
Der Asylpolitik ist weiter das beherrschende Thema in Deutschland. Kein Tag vergeht ohne neue Kontroversen innerhalb und zwischen den Parteien. Der News-Ticker.
Fall Sami A.: Neue Details zur Abschiebung lassen aufhorchen

Kommentare