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Asylbewerber suchen Zuflucht in Deutschland: 17.600 Menschen sind 2013 nach Bayern gekommen, berichtete am Montag Sozialministerin Emilia Müller.

Flüchtlinge

17.600 Asylbewerber kamen 2013 nach Bayern

München  - Die Zahl der Asylbewerber  in Bayern ist im Jahr 2013 kräftig gestiegen. Rund 17.600 seien bis kurz vor Jahresende neu in den Freistaat gekommen, berichtete Sozialministerin  Emilia Müller (CSU) am Montag.

Die Zahl der Asylbewerber in Bayern ist im Jahr 2013 erneut kräftig gestiegen - um rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 17.600 Asylbewerber seien bis kurz vor Jahresende neu in den Freistaat gekommen, berichtete Sozialministerin Emilia Müller (CSU) am Montag in München. 2012 waren es 9800. Hauptherkunftsländer waren in diesem Jahr die Russische Föderation (knapp 20 Prozent), Syrien und Afghanistan (jeweils rund 10 Prozent).

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland - und damit auch in Bayern - steigt seit 2006/2007 wieder deutlich an. Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, werden nach einem speziellen Schlüssel auf die Bundesländer verteilt, die für die Unterbringung zuständig sind.

Rinderspacher: Mehr als peinliches Eigenlob der Ministerin

Müller betonte, der Freistaat habe „viele Verbesserungen für die Asylbewerber in Bayern erreicht“. Dies werde sie 2014 fortsetzen. Ein Meilenstein in der bayerischen Asylsozialpolitik sei die angekündigte Umstellung von Essenspaketen auf Geldleistungen in den Gemeinschaftsunterkünften. Die Regierung von Niederbayern werde bereits im Januar und die Regierung von Unterfranken voraussichtlich im Februar Bargeld für die Verpflegung der Asylbewerber auszahlen. „Die weiteren Regierungen werden nach und nach folgen“, betonte sie.

SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher sprach daraufhin von einem „mehr als peinlichen Eigenlob der Ministerin“. Er forderte erneut dringend eine dritte Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Bei den Asylbewerbern handle es sich um verzweifelte Menschen. „Darunter auch viele Familien mit kleinen Kindern, die vor dem schrecklichen Bürgerkrieg in Syrien geflohen sind. Doch die Umstände, unter denen sie monatelang in den beiden völlig überfüllten Aufnahmeeinrichtungen im mittelfränkischen Zirndorf und in München leben müssen, sind unseres Freistaats nicht würdig“, kritisierte der SPD-Politiker.

Die Freien Wähler forderten ebenfalls rasch mindestens eine dritte Erstaufnahmeeinrichtung. „Staatsministerin Müller sollte nicht nur Verbesserungen in der Asylpolitik ankündigen, sondern diese auch umsetzen“, sagte der asylpolitische Sprecher Hans Jürgen Fahn.

dpa

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