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Bayerns Ministerpräsident Söder im Gespräch mit tz-Kolumnistin Ulrike Schmidt

Ministerpräsident zum Zoff Seehofer vs. Merkel

„Diese Berliner Spielchen ...“: Söder wird im Asylstreit deutlich

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder war beim „Symposium Bavaricum“ im Augustinerkeller dabei. Und nahm auch Stellung zum Asylstreit zwischen Seehofer und Merkel.

München - Viele Promis trafen sich beim „Symposium Bavaricum“ im Augustinerkeller. „35 Jahre und owei besser“ lautete das Motto an diesem Samstag zu der Gastgeberin Nicole Inselkammer und Orthopäde Wolfgang Pförringer eingeladen hatten. Dabei hatte die tz-Kolumnistin Ulrike Schmidt Gelegenheit fünf Fragen an Ministerpräsident Markus Söder zu stellen. 

Herr Ministerpräsident, es scheint, dass Ihnen das Lachen nach der Woche mit dem Asylstreit in der Großen Koalition und dem drohenden Bruch noch nicht vergangen ist, so lustig, wie Sie grad in Ihrem Vortrag waren...

Dr. Markus Söder: Ganz bestimmt nicht! Von der Politik ist mir der Humor noch nie verdorben worden. Man kann das alles auch nur durchstehen, wenn man innerlich gelassen bleibt. Ich weiß schon zu unterscheiden, was ernst ist und was nicht, aber ich bleib immer gelassen und mit ein bissl Witz und Humor kommt man im Leben auch weiter.

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Was wird jetzt mit der Großen Koalition?

Söder: Mich stört immer, dass solche Dinge sofort personell diskutiert werden. Es geht um eine Sachfrage, bei der die Mehrheit der Deutschen eine ganz klare Meinung hat. Ich würd’ mir wünschen, dass Politik mehr auf die Empfindungen der Menschen reagiert, als auf das klassische Berliner Spielchen, wer bekommt was.

Aber die Geschichte ist ja jetzt schon sehr verfahren – sachlich wie emotional...

Söder: Warten wir’s mal ab. Jeder hat die Chance, mit jedem Tag noch klüger zu werden.

Wird die Bundeskanzlerin im Amt bleiben?

Söder: Ich spreche heute nicht über Personal und über die Diskussionen darüber. Wir haben am Montag Parteivorstandssitzung, und da wird über die Frage entschieden, wie wir zur Grenzsicherung stehen – und das steht im Vordergrund.

Welche Erkenntnis hat Ihnen denn das Symposium Bavaricum beschert?

Söder: Dass ich wieder weiß, dass Wolfgang Krebs alias Stoiber einfach sensationell ist – einfach großartig! Es ist eine tolle Veranstaltung und für mich in diesem Jahr ein bisschen der Ersatz-Maibock gewesen, bei dem immer nur der Finanzminister anzapfen darf.

Interview: Ulrike Schmidt

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