+
Für das laufende Jahr rechnet Griechenlands Finanzminister Euklid Tsakalotos statt der erwarteten Rezession mittlerweile mit einer Stagnation. Foto: Simela Pantzartzi

Athen stimmt über Haushalt 2016 ab

Athen (dpa) - Das griechische Parlament stimmt am Samstagabend über den Haushalt des kommenden Jahres ab. Insgesamt 5,7 Milliarden Euro will Finanzminister Euklid Tsakalotos zum Teil einsparen und an anderen Stellen durch höhere Steuern und Abgaben einnehmen.

Für das laufende Jahr rechnet das griechische Finanzministerium statt der erwarteten Rezession mittlerweile für das Krisenland mit einer Stagnation. Ursprünglich war erwartet worden, dass die Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent zurückgeht. Die Wirtschaft habe sich jedoch als stabiler erwiesen als erwartet, heißt in einem Bericht der Athener Tageszeitung "Kathimerini". Auch zeigten die bisher umgesetzten Reformen offenbar erste Wirkung.

Das Bruttoinlandsprodukt(BIP) des Landes soll zum Jahresende 175,6 Milliarden Euro erreichen. Die griechischen Staatsschulden in Höhe von 316,5 Milliarden Euro betrügen damit 180,2 Prozent des BIP. Eigentlich liegt die nach den Euro-Stabilitätskriterien erlaubte Höchstmarke für die Verschuldung bei 60 Prozent des BIP eines Landes. Mit 180,2 Prozent bleibt Griechenland in Europa weiterhin trauriger Spitzenreiter in Sachen Schuldenberg.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sondertreffen zu Asyl in Brüssel - Söder warnt vor Deal
Die Zeit ist knapp. Am Wochenende will Kanzlerin Merkel ausloten, mit wem sie bilaterale Abkommen zur Migration erreichen kann. Ob ihr außer Frankreich weitere Länder …
Sondertreffen zu Asyl in Brüssel - Söder warnt vor Deal
May entgeht erneut Schlappe im Parlament in Sachen Brexit
London (dpa) - Zum zweiten Mal innerhalb von etwas mehr als einer Woche hat die britische Premierministerin Theresa May eine Niederlage in Sachen Brexit im Parlament …
May entgeht erneut Schlappe im Parlament in Sachen Brexit
Gift-Fund in Kölner Hochhaus: Anschlag mit Biobombe geplant
Das hochgiftige Rizin in einem Kölner Hochhaus war laut BKA für eine Biobombe gedacht. Die Anschlagsplanungen des verdächtigten Tunesiers sollen weit fortgeschritten …
Gift-Fund in Kölner Hochhaus: Anschlag mit Biobombe geplant
Gift-Fund in Köln: Tunesier hatte Kontakt zu radikalen Islamisten
Immer mehr Erkenntnisse kommen rund um den Gift-Fund in Köln ans Licht: Der verdächtige Tunesier soll Kontakt zu Islamisten gehabt haben - und deutlich mehr Rizinussamen …
Gift-Fund in Köln: Tunesier hatte Kontakt zu radikalen Islamisten

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.