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Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras. 

Nächste Tilgungsrate steht in Frage

Notsignale aus Athen: Schuldenberg nicht tragbar 

Athen - Athen steht zu seinen Verpflichtungen, sieht aber seine hohen Schulden als nicht tragbar an. Ein Sprecher der Regierung ließ jetzt durchblicken, dass es schon über der nächsten Tilgungsrate große Fragezeichen stehen .

Die griechische Regierung sehe es als ihre „grundsätzliche Aufgabe, alle ihre Verpflichtungen“ gegenüber den Geldgebern zu erfüllen, sagte Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis Reportern am Donnerstag in Athen. Dies gelte „sowohl für (die Verpflichtungen) im In- wie auch im Ausland“. Sakellaridis reagierte auf die Frage, ob Griechenland trotz seiner prekären Geldknappheit am 12. Mai die nächste Tilgungsrate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von mehr als 750 Millionen Euro zahlen werde.

Sakellarides betonte zugleich, für Griechenland sei der Schuldenberg nicht tragbar. Athen setze aber dieses Thema in den Gesprächen mit den Geldgebern zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf die Tagesordnung. Die Debatte darüber sei jedoch unabwendbar. Das könne „nicht unter dem Teppich gekehrt werden“, sagte er. Die EU-Kommission erwartet für das laufende Jahr ein Anstieg der Schuldenquote auf 180 Prozent der Wirtschaftsleistung Griechenlands, erlaubt sind nach EU-Regeln eigentlich nur 60 Prozent.

Die gesamte griechische Presse zeigte sich am Donnerstag optimistisch, dass die Geldgeber und Athen sich am 11. Mai nach langem Gezerre einigen und damit den Weg für eine endgültige Regelung der griechischen Schuldenprobleme ebnen könnten. Am Montag treffen sich die Euro-Finanzminister in Brüssel zu ihrer Routine-Sitzung. Seit Wochen streiten sich die Geldgeber mit Athen über ein verlangtes umfassendes Reformpaket, das Voraussetzung für weitere Milliardenhilfen ist.

dpa

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