Festnahme: Angelos Filippidis, der ehemalige Chef der griechischen Postbank wird wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet. Foto: Alkis Konstantinidis/Archiv
1 von 5
Festnahme: Angelos Filippidis, der ehemalige Chef der griechischen Postbank wird wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet. Foto: Alkis Konstantinidis/Archiv
Der griechische Ex-Verteidigungsminister Akis Tsohatzopoulos wurde 2012 wegen Geldwäsche und Steuerbetrug festgenommen. Foto: Simela Pantzartzi
2 von 5
Der griechische Ex-Verteidigungsminister Akis Tsohatzopoulos wurde 2012 wegen Geldwäsche und Steuerbetrug festgenommen. Foto: Simela Pantzartzi
Griechen warten und stehen Schlange in einem griechischen Finanzamt. Steuerhinterziehung zählt zu den größen Problemen des Landes. Foto: Alkis Konstantinidis/Archiv
3 von 5
Griechen warten und stehen Schlange in einem griechischen Finanzamt. Steuerhinterziehung zählt zu den größen Problemen des Landes. Foto: Alkis Konstantinidis/Archiv
Die damalige griechische Vizeministerin Angela Gerekou musste wegen des Vorwurfs massiver Steuerhinterziehung zurücktreten. Foto: Simela Pantzartzi/Archiv
4 von 5
Die damalige griechische Vizeministerin Angela Gerekou musste wegen des Vorwurfs massiver Steuerhinterziehung zurücktreten. Foto: Simela Pantzartzi/Archiv
Yachthafen in Athen: Griechenlands Reiche zahlen auffällig wenig Steuern. Foto: Socrates Baltagiannis/Archiv
5 von 5
Yachthafen in Athen: Griechenlands Reiche zahlen auffällig wenig Steuern. Foto: Socrates Baltagiannis/Archiv

Athener Behörde beklagt Korruption ohne Ende

Athen (dpa) – Die Korruption kostet Griechenland nach Behördenangaben jährlich rund 33 Milliarden Euro. Würde das Land das Problem in den Griff bekommen, bräuchte es bald gar keine internationale Hilfe mehr.

Das sagte der Chef der Behörde zur Bekämpfung der Korruption, Leandros Rakintzis, wie die Zeitung "Kathimerini" berichtete. 

Rakintzis erwähnte einige krasse Fälle: Ein Bürgermeister erhielt aus einem von der EU subventionierten Fonds für die Infrastruktur seiner Kleinstadt nordwestlich von Athen zehn Millionen Euro. Diese Gelder zahlte er auf einem auf seinen Namen geführten Konto einer Schweizer Bank ein. Als dies entdeckt wurde, sagte er, dort sei es sicherer.

Ein Arzt eines staatlichen Krankenhauses hatte auch eine private Praxis, was in Griechenland verboten ist. Als Mitarbeiter der Kontrollbehörde sieben Leute im Warteraum der Praxis entdeckten, sagte der Mediziner, alle seien Verwandte und Bekannte, die ihm zu seinem Geburtstag gratulieren wollten.

Berühmt sind den Angaben zufolge auch die sogenannten Kouvanischen Gelder für Ärzte. Teure Hilfsmittel wie Ballonkatheder landen bei Operationen als "nicht geeignetes Material" im Eimer (griechisch: Kouvas). Das Krankenhaus muss neue beim Hersteller kaufen. Dabei erhalten die Ärzte einen Dankeschön-Betrag vom Unternehmen.

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

USA und Nordkorea verhandeln nach Gipfel-Absage weiter
Den Gipfel mit Machthaber Kim hat Trump erstmal abgesagt, doch beide Seiten lassen die Tür für Verhandlungen offen. Nicht nur Nordkorea bleibt bei eher versöhnlichen …
USA und Nordkorea verhandeln nach Gipfel-Absage weiter
Trump sagt Nordkorea-Gipfel ab und droht mit Atomwaffen
Der historische Gipfel zwischen Nordkorea und den USA kommt nicht zustande. Donald Trump zieht den Stecker, Nordkorea sei Schuld. Kurz darauf rasselt der Amerikaner …
Trump sagt Nordkorea-Gipfel ab und droht mit Atomwaffen
Bamf weist in Asyl-Affäre Vertuschungsvorwurf zurück
Im Bundesflüchtlingsamt wollte man Unregelmäßigkeiten bei Asylentscheidungen "geräuschlos" prüfen. Das klingt nach: unter den Teppich kehren. Die Behörde sieht das …
Bamf weist in Asyl-Affäre Vertuschungsvorwurf zurück
Umstrittene Präsidentenwahl in Venezuela hat begonnen
In dem südamerikanischen Land öffnen die Wahllokale ihre Türen, die Beteiligung an der Abstimmung läuft zunächst schleppend. Amtsinhaber Maduro gibt seine Stimme ab - …
Umstrittene Präsidentenwahl in Venezuela hat begonnen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.