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Über die Kontrolle des iranischen Atomprogramms ist man sich offenbar bereits einig, nun geht es noch um die Sanktionen. Foto: epa

Kommt historische Einigung?

Atomabkommen mit dem Iran in greifbarer Nähe

Wien - Der Zauberwürfel "Rubik's Cube" wurde bei den Atomgesprächen mit dem Iran oft als Bild bemüht. Erst wenn wirklich jede Seite nur noch eine Farbe hat, ist die Aufgabe gelöst. Ist es heute soweit?

Die iranische Seite hat Hoffnungen auf eine ganz schnelle Einigung bei den Atomverhandlungen gedämpft.

"Es gibt noch Probleme, die wir ausräumen müssen. Vorher kann keine Rede von einer Einigung sein. Ich kann nicht versprechen, wann die gelöst werden, heute oder morgen", sagte Vizeaußenminister Abbas Araghchi in Wien. Er betonte allerdings: "Wir sind aber zuversichtlich, dass sie gelöst werden."

Am Wochenende war eine historische Einigung zwischen den fünf UN-Vetomächten und Deutschland auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen Seite in greifbare Nähe gerückt. Das Atomprogramm des Landes soll drastisch begrenzt werden, im Gegenzug sollen Sanktionen und UN-Waffenembargos gegen den Iran schrittweise fallen. Von deutscher Seite hatte es am späten Sonntagabend geheißen, noch könne alles scheitern, aber man stehe in der Tat kurz vor dem Ziel.

Israelischer Minister: Schlechter Iran-Deal hat Konsequenzen

Israel muss sich nach Ansicht seines Verteidigungsministers Mosche Jaalon im Fall eines „schlechten Deals“ der Weltmächte mit dem Iran selbst verteidigen. Das in Wien erwartete Abkommen sei „voller Löcher“ und lasse wichtige Sicherheitsfragen außen vor, kritisierte Jaalon nach Angaben der Zeitung „Jerusalem Post“ am Montag. Es erlaube Teheran den Status eines nuklearen Schwellenlands, sagte er während einer Sitzung in Jerusalem. Die Gefahr durch iranische Langstreckenraketen werde auch nicht gebannt. „Das Fazit lautet: Es ist ein schlechter Handel und danach müssen wir darauf vorbereitet sein, uns alleine zu verteidigen.“

dpa

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