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Waikiki-Beach auf Hawaii: Die Bewohner werden auf den Ernstfall eingestimmt. 

Nach den jüngsten Provokationen

Atomangriff aus Nordkorea befürchtet: Hawaii bereitet sich vor

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Nordkorea provoziert die Welt. Durch die anhaltenden Raketentests reagieren die US-Staaten Hawaii und Alaska - es wird ein Angriff des Regimes mit Atomwaffen befürchtet. 

Hawaii/Alaska - Das Säbelrasseln aus Nordkorea schockt die Welt. Hawaii zieht daraus Konsequenzen und breitet sich auf einen Atomschlag der Nordkoreaner vor. Hintergrund sind die anhaltenden Raketentests des Regimes. Erst kürzlich drohte Pjöngjang, „zu jeder Zeit und an jedem Ort“ zu einem neuen Atomtest bereit zu sein.

Hawaii reagiert und hat ein Vorbereitungsprogramm für die Bewohner gestartet, wie die Welt berichtet. Auch Alaska leite demnach Schritte ein, und bereite sich auf einen möglich Angriff mit Raketen vor. Durch die Drohungen des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-un wollen die USA einen Raketenabwehrtest auf der Insel Kodiak Island im US-Staat Alaska durchführen. Marinesoldaten sollen die Anweisung haben, sich am kommenden Wochenende aus Meeresgebieten zwischen der Insel und Hawaii fernzuhalten. Das soll, laut Welt, aus einer Notiz der US-Küstenwache hervorgehen.

Die US-Armee werde Teile des Raketenabwehrsystems THAAD testen, wie einem Bericht des Kodiak Daily Mirror zu entnehmen sei. Das System ist das selbe, dass auch in Südkorea und Guam stationiert ist, um potenzielle Raketen-Angriffe aus Nordkorea zu stoppen. „Die nordkoreanische Führung hat gezeigt, dass sie, auch wenn sie irrational erscheint, smart und skrupellos vorgeht“, sagt Experte Chris Douglas auf der Homepage des staatlich finanzierten „Australian Strategic Policy Institute“. Auch Australien sieht sich indes der Gefahr ausgeliefert, die von Nordkorea ausgeht. 

Katastrophenschutzbehörde gibt Anweisungen

Am deutlichsten geht derzeit Hawaii mit der Bedrohung um. Es gibt eine Informationskampagne. Dieser zufolge sollen sich die Bewohner der Inselkette auf einen möglichen Atomschlag Nordkoreas vorbereiten. Die Katastrophenschutzbehörde hat dafür ein Merkblatt erstellt, das jeder im Internet abrufen kann. Darin heißt es tatsächlich, dass Bürger drei Schritte befolgen sollen, sobald die Sirenen ertönen: In ein Gebäude - am besten ein Haus aus Beton - begeben, dort bis zu zwei Wochen bleiben und über Radio und TV auf Informationen warten. 

Die Katastrophenschutzbehörde informiert.

Gegenüber Hawaii News Now sagte der Chef des hawaiianischen Katastrophenschutzes, Vern Miyagi: Eine Interkontinentalrakete aus Nordkorea benötige nach Abschuss lediglich 20 Minuten, um Hawaii zu erreichen. Die Bewohner hätten dann, nach Benachrichtigung, acht bis zwölf Minuten Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.

Aber nicht nicht nur von Raketen geht Gefahr aus: „Nordkorea hat bereits ein System, um Atomwaffen überall in der Welt an ihr Ziel zu bringen - es handelt sich dabei nur nicht um Raketentechnologie“, schreibt Chris Douglas. Das Mittel der Wahl könnten stattdessen ganz gewöhnliche Transport-Container sein, erklärt der Experte. 

ch

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