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Die Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm haben am Dienstag in Genf begonnen.

Atomverhandlungen haben in Genf begonnen

Genf/Jerusalem - Der Iran und die internationale Gemeinschaft haben am Dienstag in Genf ihre Verhandlungen über Teherans umstrittenes Atomprogramm begonnen.

Der Westen sieht die Gespräche als ersten Belastungstest für die Regierung des neuen iranischen Präsidenten Hassan Ruhani. Vertreter der sogenannten 5+1-Gruppe - bestehend aus China, Großbritannien, Frankreich, Russland, den USA und Deutschland - unternehmen damit einen neuen Anlauf, um in dem seit über zehn Jahre andauernden Atomstreit eine Lösung zu finden.

Die 5+1 Gruppe will Sicherheiten, dass das iranische Atomprogramm friedlicher Natur ist und das Land nicht insgeheim Atombomben bauen lässt. Der Iran hat neue Vorschläge angekündigt, doch zugleich auch rote Linien gezogen. So will die Führung die Urananreicherung nicht stoppen. Außerdem hat Teheran eine Ausfuhr des bereits angereicherten Urans ausgeschlossen. Teheran sei aber bereit, über Form und Menge der Urananreicherung zu verhandeln.

Auf beiden Seiten herrscht ein vorsichtiger Optimismus, dass es diesmal zu einem Durchbruch kommen könnte. Nach Vorstellung des iranischen Außenministers und Delegationsleiters Mohammed Dschawad Sarif sollen sich die Unterhändler jedoch zuerst auf den weiteren Fahrplan einigen. Die Details sollten dann während eines weiteren Treffens auf Außenministerebene ausgearbeitet werden.

Israel forderte die internationale Gemeinschaft auf, in jedem Fall die vollständige Auflösung des militärischen Atom-Programms des Irans zu erzwingen. Israel fühlt sich durch mögliche iranische Atomwaffen in seiner Existenz bedroht.

dpa

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