Trauriger Routinejob: Ärzte kümmern sich in einem überfüllten Krankenhaus in Dschalalabad um die Ghulamullah HabibiOpfer der Attentäter. Foto:
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Trauriger Routinejob: Ärzte kümmern sich in einem überfüllten Krankenhaus in Dschalalabad um die Ghulamullah HabibiOpfer der Attentäter. Foto:
In Dschalalabad sind dutzende Menschen von einem Selbstmordattentäter mit in den Tod gerissen worden. Foto: Ghulamullah Habibi
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In Dschalalabad sind dutzende Menschen von einem Selbstmordattentäter mit in den Tod gerissen worden. Foto: Ghulamullah Habibi
Ein geschockter afghanischer Vater drückt nach den Bombenserien seinen verletzten Sohn an sich. Foto: Ghulamullah Habibi
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Ein geschockter afghanischer Vater drückt nach den Bombenserien seinen verletzten Sohn an sich. Foto: Ghulamullah Habibi
Mit dem Leben davongekommen: Ein Mann verbindet seine Wunde am Bein. Foto: Ghulamullah Habibi
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Mit dem Leben davongekommen: Ein Mann verbindet seine Wunde am Bein. Foto: Ghulamullah Habibi
Dutzende Menschen starben bei der Bombenserie in Dschalalabad, ganze Straßenzüge wurden verwüstet. Foto: Ghulamullah Habibi
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Dutzende Menschen starben bei der Bombenserie in Dschalalabad, ganze Straßenzüge wurden verwüstet. Foto: Ghulamullah Habibi
Nach den Explosionen suchen afghanische Sicherheitskräfte nach möglichen weiteren Attentätern. Foto: Ghulamullah Habibi
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Nach den Explosionen suchen afghanische Sicherheitskräfte nach möglichen weiteren Attentätern. Foto: Ghulamullah Habibi

33 Tote

IS bekennt sich erstmals zu Anschlag in Afghanistan

Kabul - Ein Selbstmordattentäter richtet in Ostafghanistan ein Blutbad unter Zivilisten an. Die Taliban verurteilen die Tat - zu der sich die Terrormiliz IS bekennt, die in Afghanistan bislang kaum auftrat.

Nach einem schweren Selbstmordattentat mit mindestens 35 Toten hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erstmals zu einem solchen Anschlag in Afghanistan bekannt. „Der Angriff wurde von Abu Mohammed verübt, der zu uns gehört“, sagte ein Kommandeur des pakistanischen Ablegers der Terrormiliz am Samstag. Ziel des schwersten Anschlags seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan seien Mitarbeiter der Regierung gewesen. Auch Präsident Aschraf Ghani sagte, der IS habe die Verantwortung übernommen. Die afghanischen Taliban verurteilten den Anschlag.

Ein Selbstmordattentäter riss am Samstag im belebten Zentrum der ostafghanischen Provinzhauptstadt Dschalalabad mindestens 34 Menschen mit in den Tod, wie ein Sprecher der örtlichen Gesundheitsbehörde sagte. 115 Menschen seien verletzt worden. Der Sprecher der Regierung der Provinz Nangarhar, Ahmad Sia Abdulsai, sagte: „Die meisten der Toten und Verletzten sind unschuldige Zivilisten.“ Der Attentäter habe sich während der Hauptgeschäftszeit in die Luft gesprengt. Am Anschlagsort seien Läden, eine Bankfiliale und Behörden.

Die IS-Gruppe, die die Verantwortung für den Anschlag übernahm, besteht vor allem aus Extremisten, die sich von den pakistanischen Taliban (TTP) abgespalten haben. Nach Angaben aus pakistanischen Militärkreisen operiert die Bande vom Stammesgebiet Orakzai im Grenzgebiet zu Afghanistan aus.

Nach Polizeiangaben detonierte am Anschlagsort in Dschalalabad einige Minuten später eine an einem Motorrad versteckte zweite Bombe, die keine Opfer forderte. bei einem Sprengstoffanschlag in dem an Dschalalabad angrenzenden Distrikt Behsud wurden kurz darauf ein Zivilist getötet und drei weitere verletzt, wie Abdulsai sagte. Der Sprengsatz sei magnetisch an einem Auto angebracht gewesen.

Die Vereinten Nationen teilten mit: „Die andauernden Selbstmordanschläge in dicht besiedelten Gegenden, die mit Sicherheit eine große Anzahl afghanischer Zivilisten töten und verstümmeln, könnten auf ein Kriegsverbrechen hinauslaufen.“ Präsident Ghani sprach von einem „feigen Terrorakt, der auf unschuldige Zivilisten abzielte“. Das pakistanische Außenministerium erklärte, Angriffe auf Unbeteiligte könnten durch nichts gerechtfertigt werden.

In der südostafghanischen Provinz Ghasni enthaupteten Unbekannte vier schiitische Zivilisten. Der Sprecher der Provinzregierung, Nang Safi, sagte, die Angehörigen der religiösen Minderheit seien vor einigen Tagen entführt worden. Ihre Leichen seien am Samstag entdeckt worden.

Die Gewalt in Afghanistan hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Der Nato-Kampfeinsatz lief zum Jahreswechsel aus. Er wurde von einer kleineren Mission namens „Resolute Support“ zur Ausbildung und Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte abgelöst.

dpa

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