+
Baut sein Wahlkampfteam um: Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump. Foto: Christobal Herrera/Archiv

Auf noch härterem Kurs: Trump baut sein Wahlkampfteam um

Washington (dpa) - Getrieben von miserablen Umfragewerten und großen Problemen seiner Kampagne baut Donald Trump sein Wahlkampfteam um.

Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner kündigte an, Stephen K. Bannon zu engagieren, den bisherigen Chef von Breitbart News. Diese radikalkonservative Website wird von allen geschätzt, denen Fox News zu liberal und zu weich ist.

Bannon hat sich in Washington mit regelrechten Kreuzzügen gegen die Clintons, aber auch gegen die Bushs und das Establishment der Republikaner einen Namen gemacht. Das "Bloomberg Magazine" beschrieb ihn 2015 als einen der gefährlichsten politischen Strategen der USA.

Trump war zuletzt angeblich verärgert von Versuchen seiner Berater, ihn auf einen moderateren und präsidentielleren Kurs bringen zu wollen. Noch in der Nacht zum Dienstag sagte er, man müsse authentisch sein, und er würde nicht einschwenken.

"Steve" Bannon hatte Trump wiederholt in seinem aggressiven und oft nationalistischen Kurs bestärkt. Die "Washington Post" zitierte Mitarbeiter Trumps: "Nun schnallt euch lieber an."

Bannon hat seine Arbeit bereits aufgenommen. Sein Engagement bedeutet eine Degradierung für Paul Mannafort, Trumps auch wegen früherer Verbindungen nach Moskau und in die Ukraine umstrittenen Wahlkampfleiter. Er bleibt aber in dieser Position an Bord.

Neben Bannon stellte Trump Kellyanne Conway ein, eine Spezialistin für Umfragen und Daten. Die Trump-Kampagne hat das sehr wichtige Feld der Wählerdaten und -erhebungen bisher fast ganz ignoriert.

Mitteilung Trumps

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trumps nächster Anlauf zur "Obamacare"-Abschaffung scheitert
Trump und die republikanische Führung haben über Tage eine Drohkulisse aufgebaut, die Abschaffung von "Obamacare" soll endlich gelingen. Aber dem Senat stehen schwierige …
Trumps nächster Anlauf zur "Obamacare"-Abschaffung scheitert
Trump schließt Transgender vom Militärdienst aus
Es war ein wichtiges Anliegen der Obama-Regierung: Transgender sollten nicht mehr aus dem Militär ausgeschlossen werden dürfen. Trump legt einmal mehr die Axt an das …
Trump schließt Transgender vom Militärdienst aus
Zwei Bundeswehrsoldaten bei Hubschrauber-Absturz in Mali ums Leben gekommen
Bei dem Absturz eines Kampfhubschraubers in Mali sind zwei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. Das teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Mittwochabend …
Zwei Bundeswehrsoldaten bei Hubschrauber-Absturz in Mali ums Leben gekommen
R&B-Star Rihanna trifft französischen Präsidenten Macron in Paris
Schillernder Stargast im Elysée-Palast: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat am Mittwoch die Sängerin Rihanna empfangen.
R&B-Star Rihanna trifft französischen Präsidenten Macron in Paris

Kommentare