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Migranten in Niger

Rotes Kreuz berichtet

Auf dem Weg nach Europa: 44 Flüchtlinge verdursten in Sahara

Bei der Durchquerung der Wüste Sahara in Richtung Mittelmeer sind im Niger nach Angaben des örtlichen Roten Kreuzes 44 Migranten verdurstet.

Niamey - Im Niger sind mindestens 44 Flüchtlinge tot aufgefunden worden. Nach Angaben der Behörden der nördlich gelegenen Stadt Agadez vom Donnerstag kamen sie in der Wüste ums Leben. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte, unter den Toten seien auch Frauen und Kleinkinder. Sie seien auf der Flucht Richtung Libyen verdurstet, nachdem ihr Fahrzeug eine Panne hatte.

Das Rote Kreuz entsandte Mitarbeiter in die Region, die am Rande der Sahara liegt. Agadez gilt als Umschlagplatz für Menschenschmuggler, die Flüchtlinge aus der Subsahara nach Libyen und Algerien bringen. Von dort aus versuchen die Menschen, nach Europa überzusetzen.

Deutschland und Italien setzen sich bei der EU für eine Mission an der Grenze zwischen dem Niger und Libyen ein. Ziel ist ein verstärkter Kampf gegen die illegale Einwanderung, wie aus einem Brief an die EU-Kommission hervorgeht, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Eine norwegische Hilfsorganisation warf der internationalen Gemeinschaft derweil vor, die Flüchtlingskrise in Afrika zu ignorieren. Der Norwegian Refugee Council (NRC) veröffentlichte am Donnerstag eine Liste der zehn am meisten vernachlässigten Länder weltweit. Auf den ersten fünf Plätzen stehen die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, der Sudan, der Südsudan und Nigeria.

Demnach sind geschätzte zwölf Millionen Bürger dieser Staaten auf der Flucht. "Nur weil diese Menschen nicht vor unserer Tür auftauchen, dürfen wir nicht die Augen vor ihrem Leid verschließen", betonte NRC-Generalsekretär Jan Egeland.

dpa/AFP

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