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Das iranische Atomkraftwerk Buschehr (Archivfoto).

Verhandlungen laufen

Aufschub für Iran im Atomstreit?

Wien - Die Zeit läuft im Streit um das Atomprogramm des Iran davon, eine Einigung ist nicht in Sicht. Schon plädieren einige Vetomächte für eine Verlängerung der Verhandlungsfrist.

Bei den Wiener Atomverhandlungen mit dem Iran haben die Beteiligten am Freitag um eine mögliche Verlängerung der Gespräche über den 20. Juli hinaus gerungen. Es gehe jetzt darum, ob und wenn ja wie verlängert wird, hieß es aus Diplomatenkreisen. Eine Entscheidung war zunächst bereits für Freitag erwartet worden. Es galt am späten Nachmittag aber als völlig unklar, ob nicht doch bis zum Samstag oder gar Sonntag darüber verhandelt werden würde.

Die sechsmonatige Verhandlungsfrist läuft an diesem Sonntag aus. Sie kann aber um bis zu sechs Monate verlängert werden, wenn alle Gesprächspartner dem Schritt zustimmen. Die UN-Vetomächte und Deutschland wollen sicherstellen, dass der Iran kein Atomwaffenarsenal erlangt. Teheran hat stets betont, dass das Nuklearprogramm nur zivilen Zwecken dient.

Der iranische Außenminister Dschawad Sarif traf sich am Freitag am Rande der Atomgespräche mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano. Die IAEA spielt eine wichtige Rolle bei der Überprüfung der Maßnahmen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms. Einzelheiten über das Gespräch wurden nicht bekannt.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor bereits signalisiert, mit einer Verlängerung der Gespräche kein Problem zu haben. Die USA legten sich noch nicht fest. „Wir haben noch mehr zu tun“, war alles, was US-Präsident Barack Obama bisher verlauten ließ. Der russische Vize-Außenminister Sergej Riabkow sagte am Freitag der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, er rechne mit einem Aufschub bis November.

Am Freitag standen in Wien weitere Gespräche auf verschiedenen Ebenen auf dem Programm. In einem im November 2013 in Genf geschlossenen Zwischenabkommen hatten sich beide Seiten auf eine sechsmonatige Verhandlungsfrist geeinigt, die seit dem 20. Januar läuft.

dpa/AFP

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