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Martin Sailer (CSU) ist der Landrat von Augsburg.

"Die Stimmung kippt im Land"

Augsburger CSU-Landrat fordert Rücktritt Merkels

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München - Die Aussagen der CSU hinsichtlich Kanzlerin Merkel werden immer schärfer. Nun fordert der Augsburger Landrat ihren Rücktritt, sollte sie ihre Politik nicht ändern.

Update vom 11. Februar 2016: Die CSU opponiert weiter vehement gegen die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel. Laut einem Bericht soll CSU-Ehrenvorsitzender Edmund Stoiber ein Komplott gegen die Kanzlerin planen. Stoiber selbst weist den Bericht als Unsinn zurück. 

Der Besuch von Kanzlerin Angela Merkel bei der Fraktions-Klausur in Wildbad Kreuth war für die CSU eher ernüchternd. Während Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sich persönlich enttäuscht zeigte und mit weiteren Konsequenzen drohte, ist der Ton des Augsburger Landrates Martin Sailer noch einige Stufen schärfer.

Sailer warf Merkel im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk Untätigkeit in der Flüchtlingskrise vor. Die Hoffnung auf eine europäische Lösung, während sich in Deutschland die Probleme auftürmen, würde die Probleme nur weiter verschlimmern.

"Merkel muss ihren Kurs ändern"

Der CSU-Mann wurde sehr konkret und ergriff einen Ton dessen Schärfe bis jetzt unerreicht war: "Ich fordere den Rücktritt, wenn sie diesen Kurs nicht ändert."

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In Sailers Landkreis wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt gut 3.000 Flüchtlinge aufgenommen, pro Woche kommen noch 65 weitere dazu. Für ihn ist die Belastungsgrenze erreicht und ein Gesetzesschritt, wie ihn das Nachbarland Österreich gemacht hatte, deswegen für unerlässlich. O-Ton Sailer: "Ich halte diese Aussage und das Festhalten an dem Satz 'Wir schaffen das!' für desaströs. Sie schadet unserem Land, das ist eindeutig. Die Stimmung kippt im Land, nicht erst seit den Ereignissen in Köln. Sondern weil die Menschen vor Ort immer mehr verunsichert sind ob der schieren Masse an Asylbewerbern, die zu uns kommen."

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