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Angela Merkel und Annette Widmann-Mauz.

Eine Geschichte über sie wirft Fragen auf

Aus dem Schatten ins Kabinett: Ist diese CDU-Frau Merkels Plan A?

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Eine CDU-Politikerin wird als kommende Gesundheitsministerin in Berlin gehandelt. Doch wer ist die Frau, die bisher öffentlich kaum in Erscheinung trat? Eine Geschichte macht zumindest stutzig.

München – Annette Widmann-Mauz hat sich eine kleine Pause verschrieben. Bis Aschermittwoch keine Interviews. Nein, auch kein kurzes Telefongespräch, teilt ihre Mitarbeiterin mit. Die Chefin müsse im Moment etwas „verschnaufen“. Auch danach sei es terminlich schwierig. Es bleibt der Eindruck: Widmann-Mauz will öffentlich momentan lieber nicht über sich selbst sprechen.

Bis vor einer Woche war die CDU-Gesundheitspolitikerin aus Baden-Württemberg nur intimen Kennern der Materie ein Begriff. Seit aber eine Liste aufgetaucht ist, die die Posten im künftigen GroKo-Kabinett Personen zuordnet, gilt die 51-Jährige plötzlich als kommende Gesundheitsministerin. Und weil sie wohl weiß, dass sie jetzt nur Fehler machen kann, sagt sie – wenn sie was sagt – derzeit solche Sätze: „Die Fragen, welche Personen in den Ministerien Verantwortung tragen, werden zu gegebener Zeit entschieden werden.“ Um sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, ist die verheiratete Katholikin schon zu lange im Geschäft. (Alles zur GroKo im Ticker)

Annette Widmann-Mauz führt die Frauen-Union.

Ehemalige bayerische Sozialministerin sagt über Mauz: Man konnte sich auf sie verlassen

Nach dem Abitur hat Widmann-Mauz zunächst Politik- und Rechtswissenschaften in Tübingen studiert. Danach war sie Mitarbeiterin am „European Studies Program“ der Universität. Laut „FAZ“ blieb sie allerdings ohne Abschluss. Stattdessen zog sie schon 1998 das erste Mal in den Bundestag ein. 2002 wurde Widmann-Mauz gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, im Oktober 2009 dann Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium. Der neue Minister hieß damals Philipp Rösler (FDP). Über die Jahre hat sie sich zur Gesundheitsexpertin entwickelt. Mit dem Vorsitz der Frauenunion, legte Widmann-Mauz 2015 auch an politischem Gewicht zu.

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Eine, die Widmann-Mauz immer wieder getroffen hat, ist Christa Stewens. Als CSU-Vertreterin saß die ehemalige bayerische Sozialministerin oft in nächtelangen Verhandlungsrunden mit der CDU-Gesundheitspolitikerin und gemeinsamen Kollegen wie Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD). Druck, Müdigkeit, inhaltliche Differenzen. „Da lernt man sich kennen“, sagt Stewens. Doch auch wenn es – wie zum Beispiel bei der Einführung des Gesundheitsfonds – Meinungsverschiedenheiten gegeben habe, habe sich Widmann-Mauz immer professionell verhalten. „Man kann sagen: kameradschaftlich“, lobt Stewens. Wenn Absprachen einmal getroffen waren, habe man sich aufeinander verlassen können. In gesundheitspolitischen Fragen sei sie immer tief im Thema gewesen. „Sie kannte alle Einzelheiten und Auswirkungen“, sagt Stewens.

Schlimme Gerüchte nach USA-Reise

Doch nicht überall hat die CDU-Politikerin in jüngeren Jahren so einen guten Eindruck hinterlassen. 2008 widmete der „Spiegel“ ihr und anderen Mitgliedern des damaligen Gesundheitsausschusses eine bitterböse Geschichte, die im Internet gerade wieder aufgewärmt wird. Auf einer Dienstreise in den USA soll sich die Gruppe demnach so daneben benommen haben, dass sich der Generalkonsul in San Francisco beim Auswärtigen Amt beschwerte. Unter anderem soll ein Ausschuss-Kollege von der SPD nach einem „Neger“ verlangt haben, der einen Rollstuhl schieben solle. Widmann-Mauz – die damals mit gebrochenem Fuß in ebendiesem Rollstuhl saß – wird an anderer Stelle zitiert: „Es war nicht der Standard, den wir gewohnt sind“, beschwerte sie sich über die Behandlung in den USA.

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Christa Stewens hat ein anderes Bild von Widmann-Mauz. „So habe ich sie nie kennengelernt“, sagt die CSU-Politikerin. Im Gegenteil, „eher unprätentiös“ sei ihre CDU-Kollegin aufgetreten. Gleichzeitig habe man aber auch ihren Ehrgeiz spüren können. „Sie hat immer Ziele gehabt“, sagt Stewens. Einem davon scheint Annette Widmann-Mauz nun sehr nah zu sein.

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