+
Bei einer israelischen Militäraktion im palästinensischen Dschenin ist es zu gewaltsamen Konfrontationen mit Hunderten von Palästinensern gekommen. Foto: Alaa Badarneh

Ausschreitugen bei Armee-Einsatz in Palästina

Ramallah/Tel Aviv (dpa) - Bei einer Festnahmeaktion der israelischen Armee in der Palästinenserstadt Dschenin ist es in der Nacht zu heftigen Schusswechseln gekommen.

Das Militär teilte am Morgen mit, bei dem Einsatz sei ein Haus zerstört worden, in dem man einen gesuchten Führer der radikal-islamischen Hamas vermutete.

Während der Aktion sei es zu gewaltsamen Konfrontationen mit Hunderten von Palästinensern gekommen. Sie hätten die Truppen mit Steinen und Brandflaschen beworfen. Ein Grenzpolizist sei bei den Auseinandersetzungen im örtlichen Flüchtlingslager verletzt worden.

Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan rückte die Armee mit zahlreichen gepanzerten Fahrzeugen in die Stadt im nördlichen Westjordanland ein. Die Soldaten hätten Schüsse abgegeben und Blendgranaten eingesetzt. Fünf Palästinenser hätten Verletzungen durch Tränengas erlitten. Ein Hamas-Führer sowie mehrere Familienmitglieder seien festgenommen worden. 

Bericht von Maan

Israels Armeesprecher bei Twitter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Kenias Opposition will das Wahlergebnis von vor rund einer Woche nicht anerkennen. Die Computer seien manipuliert worden, lautet einer der Vorwürfe. 
Nach Präsidentenwahl in Kenia: Opposition legt Einspruch ein
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Nach dem Terroranschlag von Barcelona marschierten Mitglieder der Identitären Bewegung in der Stadt auf. Passanten stellten sich den Rechten entgegen.
Rechte „Identitäre“ in Barcelona nicht willkommen
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Sein Anschlag tötete 14 Menschen und wollte offenbar noch viel mehr treffen - über den Attentäter von Barcelona gibt es mittlerweile nähere Erkenntnisse.   
Terror-Fahrer von Barcelona war erst 17 und kündigte die Tat an
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“
Der türkische Präsident Erdogan hat die türkischstämmigen Wähler zum Boykott bei der Bundestagswahl aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel übt an der Einmischung …
Merkel zu Erdogan: „Wir verbitten uns jede Art von Einmischung“

Kommentare