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Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Finanzkrise, Fluchtwelle und Brexit

Außenminister Steinmeier warnt vor Ende der Europäischen Union

Berlin - Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat vor einem Auseinanderbrechen der Europäischen Union gewarnt. Und seine Befürchtung scheint nicht unbegründet.

„Die Finanzkrise, die Fluchtwelle nach Europa und der Schock des Referendums in Großbritannien haben die Europäische Union in heftige Turbulenzen gestürzt“, sagte der SPD-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“. Insbesondere das vergangene Jahr habe schonungslos offengelegt, dass jahrzehntelange Gewissheiten plötzlich komplett in Frage stünden. „Ewiger Frieden auf unserem Kontinent, Europa ist ohne Alternativen - das ist einfach nicht mehr zu halten“, sagte Steinmeier.

Populisten versuchten nun vom rechten Rand aus, dies auszunutzen und mit einem vermeintlichen EU-Versagen in der Mitte der Gesellschaft auf Stimmenfang zu gehen. „Selbst hartgesottene Fürsprecher Europas sehen, dass wir neu überzeugen müssen und zwar außerhalb des Elfenbeinturms der professionellen Europafreunde. Wenn wir den Wert der EU nicht mehr zu schätzen wissen, geht sie vor die Hunde.“

Steinmeier debattiert am Montag in Berlin mit rund 400 Jugendlichen über die Zukunft Europas - der Auftakt für eine entsprechende Diskussionstour des Ministeriums quer durch Deutschland.

dpa

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