Werner Menner.

Kommentar zum Truppenbesuch der Außenministerin

Von der Leyen in Afghanistan: Ein wichtiges Signal

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München - Die diesjährige Visite Ursula von der Leyens im afghanischen Masar-i-Scharif ist wichtiger denn je. Das glaubt Werner Menner aus der Politik-Redaktion des Münchner Merkur. Sein Kommentar.

Der tödliche Schatten des Terrors in Berlin, der furchtbare Krieg in Syrien und im Irak sowie das unendliche Leid vieler Flüchtlinge überdecken, dass Bundesbürger als Soldatinnen und Soldaten an vielen Fronten helfen und versuchen, für ein wenig Frieden und Sicherheit zu sorgen: in Afghanistan und Mali, in der Westsahara und der Türkei, im Sudan, in Somalia und auf Schiffen im Mittelmeer. Die Frauen und Männer leisten Großartiges. Und wenn – wie am Hindukusch – ihr Engagement leider doch zum Scheitern verurteilt ist, so liegt dies nicht an ihrem Unvermögen, sondern an der falschen Strategie und an Kräften, die nicht kontrollierbar sind.

Es mag Brauch sein und zum guten Ton gehören, dass sich die Verteidigungsministerin an Weihnachten ihrer Truppe an einem der vielen Brennpunkte zeigt. Und dennoch ist die diesjährige Visite Ursula von der Leyens in Masar-i-Scharif wichtiger denn je. Der Terror in Afghanistan nimmt zu, die Deutschen rücken immer mehr in das Visier der Taliban. Die Ohnmacht wächst – und mit ihr die Angst.

Was die Soldatinnen und Soldaten (die zum Ausharren verpflichtet sind) jetzt und nicht nur zum Fest des Friedens am dringendsten benötigen, ist das Wissen, dass ihr Land hinter ihnen steht. Dieses Signal hat die Ministerin gesetzt.

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