Südkorea feuert Warnschüsse gegen russisches Militärflugzeug

Südkorea feuert Warnschüsse gegen russisches Militärflugzeug
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Der Absturz des Malaysia-Airlines-Flugzeuges in der Ukraine soll nun auch Gegenstand einer UN-Resolution werden, fordert Australien.

Nach Malaysia-Airlines-Katastrophe

Australien fordert UN-Resolution zu Absturz

Canberra - Australien fordert nach dem Flugzeugabsturz  in der Ukraine eine internationale Untersuchung. Die Politiker reagiert weltweit mit Entsetzen auf die Katastrophe.

Das Land werde sich für eine bindende Resolution des Weltsicherheitsrats einsetzen, sagte Premierminister Tony Abbott am Freitag im Parlament. „Wir fordern eine umfassende unabhängige Untersuchung mit vollen Zugang zum Absturzort, zu den Trümmerteilen, zum Flugschreiber und zu allen Personen, die die Ermittlungen voranbringen können“, sagte Abbott. Unter den 298 Menschen an Bord waren 28 Australier.

Die Regierung hat den russischen Botschafter einbestellt, um volle Kooperation mit den Ermittlungen zu fordern. Abbott machte Russland indirekt für die Tragödie verantwortlich. Ohne das Land beim Namen zu nennen, schloss er seine Stellungnahme mit diesen Worten: „Das Schikanieren kleiner Länder durch große, das Herumtrampeln auf Recht und Anstand, alles im Streben nach nationaler Selbstverherrlichung, und die rücksichtslose Gleichgültigkeit gegenüber Menschenleben sollten in unserer Welt keinen Platz haben.“

Malaysias Regierung fordert Aufklärung und Bestrafung etwaiger Täter

Nach dem Absturz hat Malaysias Ministerpräsident Najib Razak eine lückenlose Aufklärung gefordert. Sollte es sich um einen Abschuss gehandelt haben, müssten die Verantwortlichen bestraft werden, verlangte er in der Nacht zum Freitag in Kuala Lumpur.

„Wir müssen und werden genau herausfinden, was mit diesem Flug geschehen ist. Wenn sich herausstellt, dass das Flugzeug tatsächlich abgeschossen wurde, bestehen wir darauf, dass die Täter schnell vor Gericht gestellt werden“, sagte Najib. Bei der Aufklärung werde „unter jeden Stein geschaut“, versprach er.

MH 17: Die Angehörigen der Opfer trauern

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Die Ermittlung dürfe in keiner Weise behindert werden, forderte Najib. „Ein internationales Team muss vollständigen Zugang zu der Absturzstelle bekommen.“ Es dürfe auch niemand Wrackteile oder die Black Box von dem Gelände entfernen.

„Dies ist ein tragischer Tag in einem für Malaysia bereits tragischen Jahr“, sagte Najib mit Blick auf das Verschwinden von Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking im März dieses Jahres. Zugleich sprach er den Angehörigen und Freunden der Opfer der neuen Tragödie sein Beileid aus.

OSZE beruft nach Flugzeugabsturz Sondersitzung ein

Nach dem Flugzeugabsturz in der Ostukraine hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eine Sondersitzung ihres Ständigen Rats einberufen. Die Vertreter aus 57 Nationen wollen sich am Mittag in Wien treffen und über die Lage nach dem Zwischenfall beraten, teilte die OSZE am Freitag mit. Auch OSZE-Beobachter sind nach Angaben der Organisation auf dem Weg zur Unfallstelle. Die Ukraine wirft prorussischen Separatisten vor, das Flugzeug mit 298 Menschen an Bord abgeschossen zu haben. Die Separatisten bestreiten das. Russlands Präsident Wladimir Putin gibt wegen des Krieges der Ukraine indirekt die Schuld an der Tragödie.

dpa/AFP

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