+
Unruhen und Ausschreitungen auf den Straßen in Tunis: Das Auswärtige Amt warnt jetzt vor Reisen nach Tunesien.

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Tunesien

Berlin - Wegen der andauernden Unruhen in Tunesien rät das Auswärtige Amt deutschen Bürgern vor “nicht unbedingt erforderlichen Reisen“ in das Land ab. In Tunis hat die Polizei mittlerweile eine Ausgangssperre verhängt.

Außenminister Guido Westerwelle verurteilte am Donnerstag in Berlin zugleich “jegliche Gewalt“ sowie das massive Vorgehen der Regierung gegen Demonstranten und zeigte sich “zutiefst besorgt“. Er forderte die umgehende Freilassung der politischen Gefangenen.

Lesen sie auch:

Krawalle in Tunis - Opferzahl steigt weiter

Die Proteste gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Tunesien hatten vor gut vier Wochen begonnen, mittlerweile ist auch die Hauptstadt Tunis von den Unruhen erfasst. Demonstranten und Polizei liefern sich Straßenschlachten, die Regierung verhängte eine Ausgangssperre.

Die Unruhen haben sich zu der größten Herausforderung für den seit zwei Jahrzehnten mit eiserner Faust regierenden Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali ausgewachsen. Für Freitag wurde den Angaben zufolge die tunesische Botschafterin ins Auswärtige Amt einbestellt. Dort soll ihr die deutsche Haltung vermittelt werden.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

BAMF-Skandal: Tausende Asyl-Entscheidungen werden überprüft
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird viel kritisiert. Zuletzt machte das Amt mit fragwürdigen Asylentscheidungen in der Außenstelle in Bremen Schlagzeilen. …
BAMF-Skandal: Tausende Asyl-Entscheidungen werden überprüft
Mehrere große Kundgebungen gegen Antisemitismus - Mini-Demo in Berlin abgebrochen
In Berlin und anderen deutschen Städten haben sich zahlreiche Menschen mit den Juden in Deutschland solidarisiert und dem Antisemitismus den Kampf angesagt.
Mehrere große Kundgebungen gegen Antisemitismus - Mini-Demo in Berlin abgebrochen
Türkei: Mehrjährige Haftstrafen für führende „Cumhuriyet“-Mitarbeiter
Im Prozess gegen die regierungskritische Zeitung "Cumhuriyet" in Istanbul sind am Mittwoch mehrere der angeklagten Mitarbeiter zu langen Haftstrafen verurteilt worden.
Türkei: Mehrjährige Haftstrafen für führende „Cumhuriyet“-Mitarbeiter
Zum Fremdschämen: Trump vergisst Melania - auf ihrer eigenen Party
Erneute öffentliche Demütigung für Melania Trump: Bei einem Staatsbankett zu Ehren von Emmanuel Macron meinte es US-Präsident Donald Trump mit allen gut - außer offenbar …
Zum Fremdschämen: Trump vergisst Melania - auf ihrer eigenen Party

Kommentare