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Ayatollah Ali Chamenei hat sich ans iranische Volk gewandt.

„Zionisten“ sollen Proteste geplant haben

„Mobilisierung gegen Feinde des Landes“: Chamenei nimmt iranisches Volk in die Pflicht

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hat die "massive Mobilisierung des Volkes gegen die Verschwörung der Feinde" gelobt, die er erneut für die Proteste im Iran verantwortlich machte.

Teheran - Eine solche "Mobilisierung des Volkes" gebe es "nirgendwo in der Welt", sagte Chamenei in einer Rede, die am Dienstag von iranischen Medien wiedergegeben wurde. Im Iran gibt es seit Tagen Großkundgebungen zur Unterstützung der Führung. Die Führung in Teheran will damit ihre Stärke demonstrieren, nachdem das Land über Tage von regierungskritischen Protesten erschüttert worden war. 

Bei den teils gewaltsamen Protesten, die sich Ende Dezember von Maschhad rasch auf das ganze Land ausgebreitet hatten, wurden 21 Menschen getötet. Seit einer Woche ist es weitgehend ruhig, auch wenn im Internet noch vereinzelt über nächtliche Proteste berichtet wird. 

USA und „Zionisten“ sollen Proteste vorbereitet haben

Chamenei warf "den USA und den Zionisten" nun vor, die Proteste "seit mehreren Monaten" vorbereitet zu haben. Finanziert worden sei der Aufstand von den Golfstaaten, während die im Pariser Exil ansässigen oppositionellen Volksmudschahedin die Ausführung übernommen hätten. Als Slogan für die Proteste hätten sie "Nein zu den hohen Lebenshaltungskosten" gewählt, da dieser Slogan "allen gefalle", sagte der ultrakonservative Politiker. Als die Menschen "die wahren Ziele" der Proteste merkten, hätten sie sich jedoch "rasch distanziert", sagte Chamenei. 

Es gebe einen Unterschied zwischen "gerechten Forderungen der Menschen und den wilden und destruktiven Aktionen dieser Gruppe". Seine Rechte einzufordern habe nichts damit zu tun, "den Koran zu verbrennen, den Islam zu beleidigen, die Flagge zu beschmutzen und die Moscheen zu verbrennen", sagte er.

afp

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