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Badawi

Grüne fordern Asyl für saudischen Blogger

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Berlin/München - Mehrere führende deutsche Politiker reisen nach Saudi-Arabien. Die Opposition gibt ihnen ein paar Ermahnungen mit.

Die Grünen fordern Asyl für den in Saudi-Arabien zu Haft und Folter verurteilten Blogger Badawi. Vizekanzler Sigmar Gabriel solle das im Namen der Bundesregierung anbieten, verlangte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Gabriel reist am Samstag mit einer 140 Unternehmer zählenden Wirtschaftsdelegation und mehreren Bundestagsabgeordneten, darunter dem bayerischen Grünen Dieter Janecek, nach Saudi-Arabien. Unterdessen begrüßte die FDP, dass auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) im Frühjahr nach Saudi-Arabien reisen will. „Nur vor Ort kann man die Interessen vertreten, aus der Ferne ist alles nur ein müder Windstoß“, sagte Landeschef Albert Duin dem Münchner Merkur. Seehofer solle den Fall Badawi in seinen Gesprächen aber an die erste Stelle setzen und keine anderen Absprachen treffen, solange sich hier nichts bewege. Duin hatte sich beim saudischen Botschafter in Berlin für den Blogger eingesetzt und unter anderem öffentlichkeitswirksam angeboten, stellvertretend für den Verurteilten einige Stockhiebe anzunehmen - ein Angebot, auf das der Botschafter erwartungsgemäß nicht einging.

Seehofer hat nach Merkur-Informationen eine Delegationsreise nach Saudi-Arabien und in mehrere Golf-Staaten geplant. Unter anderem liegt eine Einladung des Emirs von Katar vor, die auch für Münchens Politik - Stichwort Moscheebau-Finanzierung - interessant sein könnte.

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